X4 Foundations befindet sich schon seit etwa einem Jahr aktiv in der Entwicklungsphase. Auf der Gamescom haben wir die ersten Details zum kommenden Sci-Fi Abenteuer von Egosoft erfahren. Was es genau mit X4 auf sich hat und welche Features geplant sind erfahrt ihr hier.

Aus Alt wird Neu. X4 Foundations soll die stärken von X3 und X Rebirth kombinieren um das ultimative Sci-Fi Sandbox Abenteuer zu erschaffen. Dabei wird wieder die größtmögliche Freiheit für den Spieler im Vordergrund stehen.

X4 Foundations, so heißt das neueste Sandbox-Weltraum Abenteuer von dem deutschen Entwickler Egosoft. Während man sich bei X Rebirth bewusst von der üblichen Namensgebung entfernte, da es sich um einen Neuanfang handelt, kehr Egosoft mit X4 wieder zurück und bringt dementsprechend auch die spirituelle Fortsetzung von X3 Terran Conflict bzw. Albion Prelude.

X4 Foundations soll größer, besser, schöner und zugleich einfacher werden. Denn wer die X-Serie kennt weiß, dass es sich bei diesen Titeln nicht unbedingt um die Einsteigerfreundlichsten dieses Genres handelt. Die Menüführung soll deutlich verbessert werden und alle wichtigen Features und Kontrollmechanismen werden auf der Sternenkarte zusammengefasst. Über dieses Zentrale Element werden dann Flotten befehligt, Fabrikkomplexe errichtet und Sektoren erkundet. Dadurch sollen die verschachtelten Menüs der Vorgänger der Vergangenheit angehören.

Build

Altbekannte und lang ersehnte Features kehren ebenfalls mit X4 zurück. Jedes Schiff im Spiel wird steuerbar sein. Sei es durch eigene Herstellung, Erwerb oder durch das Kapern von fremden Schiffen. Dazu werden Raumschiffe aller Art in X4 Ressourcen und Materialien in der Herstellung benötigen. Raumschiffe werden weiterhin von der Brücke bis hin zum Frachtraum begehbar sein. Auf den einzelnen Posten können Crewmitglieder rekrutiert werden, während der Spieler jeden dieser Posten spontan übernehmen kann. Ebenso werden Stationen nicht mehr einfach so erhältlich sein sondern sollen ebenfalls Ressourcen in der Herstellung kosten. Ob Stationen auch gegen Credits erbaut werden können ist bislang nicht bekannt.

Die Konstruktion von Komplexen soll noch Modularer werden. Von der Sternenkarte aus werden Komplexe oder Stationen aus einzelnen Modulen zusammengebaut. Ausgehend von einer Kommandozentrale können dann weitere Module wie Fabriken, Stationen oder Minen hinzugefügt werden um mächtige Komplexe zu erschaffen. Dies führt zu einem Lego System nach dem „Mix and Match“ Prinzip, was den Stationsbau deutlich vereinfacht.

Fight

Damit findet X4 Foundations zu seiner altbekannten Komplexität zurück.  Wir können eine riesige Flotte von Raumschiffen aufbauen oder gewaltige Stationskomplexe errichten um unsere Flotte auszurüsten. Neben den neuen „alten“ Features wird es allerdings auch einige aufregende Neuerungen geben, die das Leben als Raumpilot, Wirtschaftsmagnat und Flottengeneral weiter vereinfachen sollen.

Wie schon erwähnt bildet die Sternenkarte das zentrale Kommandoelement in X4. Wer sich allerdings direkt in die Action stürzen will kann über das neue „Research“-Feature unter anderem den Teleporter erforschen. Mit dem Teleporter können wir uns von Schiff zu Schiff beamen um uns direkt in die nächste Schlacht zu stürzen oder eines unserer automatisierten Schiffe vor Piraten zu beschützen. Dazu benötigen wir allerdings erst einmal unser Hauptquartier, welches durch eine der Haupstorylines freigeschaltet wird.

Gefechte werden dadurch dynamischer und können öfters auch persönlich ausgefochten werden ohne eine weite Strecke zurücklegen zu müssen. Durch die Rückkehr der Möglichkeit alle Schiffe zu steuern ist es natürlich ebenfalls möglich sich mit riesigen Flottenträgern ins Gefecht zu stürzen.

Think

Die KI soll weiter verbessert werden und handelt jetzt eigenständig um einen größeren Profit zu erwirtschaften und die Produktionsketten am Leben zu erhalten.  Das heißt die KI wird mehr als je zuvor Fabriken und Komplexe errichten um die Wirtschaft zu fördern. Die Fabriken werden dabei von den einzelnen Fraktionen errichtet. Das dadurch entstehende dynamische Wirtschaftssystem soll für eine größere Herausforderung und ein lebendigeres Universum sorgen, das nicht nur von dem Spieler abhängig ist wie es teilweise in X3 noch der Fall war. Die KI soll dabei die Handelswege und Ressourcenproduktion beobachten und bei Problemen eingreifen und neue Fabriken errichten.

Die Fraktionen werden ebenfalls, wie üblich, Missionen anbieten, die sich der Spieler annehmen kann. Dabei wird es sowohl kleinere Missionen geben, die wie üblich Handel und Eskorten beinhalten. Durch diplomatische Spannungen zwischen Fraktionen soll es aber auch riesigen Szenarien geben bei denen ein Krieg zwischen den Fraktionen ausgespielt werden kann. Der Spieler kann sich dadurch natürlich wirtschaftliche Vorteile verschaffen indem er zerstörte Stationen durch seine eigenen ersetzt oder möglichst gut für eine Fraktion in dem Krieg kämpft.  Es wird insgesamt 10 Fraktionen geben wie viele davon spielbar sein werden ist noch nicht bekannt.

Dies wird natürlich auch Auswirkungen auf den Ruf bei den einzelnen Fraktionen haben. Wer sich also nicht bei einer Fraktion ins Abseits schießen möchte sollte in den Kriegen eine eher passive Rolle einnehmen.

Trade

Wir können aus Kampagnen auswählen, die einen Spielstart bei verschiedenen Fraktionen erlauben und eine Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln erlauben. Wir sind dann in der Lage das riesige Universum mit all seinen Geheimnissen zu erforschen. Es wird dazu einige Ruinen und alte Stationen in entlegenen Sektoren geben, die große Geheimnisse beinhalten. Am Ende wird es trotzdem möglich seine alle Schiffe, Stationen und Sektoren freizuschalten.

Jeder spielbare Charakter wird seine eigene kleine Geschichte haben und wird mit verschiedenen Besitztümern starten. Die Schwierigkeitsstufe wird also zum einen schon durch den Start bestimmt. Ob es dann zusätzlich noch Schwieriggkeitsstufen zum Verhalten von Feinden geben wird ist bislang nicht bekannt. Es wäre allerdings wünschenswert verschiedene Charaktere zu haben die ein unterschiedliches ansehen bei den Fraktionen besitzen. So wäre der Spielstart als Pirat deutlich schwerer, da alle Fraktionen nicht sonderlich gut auf diesen zu sprechen wären.

Anfangs wird vermutlich wieder der Handel zwischen Stationen das Gameplay dominieren. Bis wir uns ein kleines Kapital aufgebaut haben müssen wir kleine Jobs erledigen und auf Warenknappheiten reagieren. Dazu müssen wir uns, wie in X Rebirth, die Handelsangebote der einzelnen Stationen anfragen oder scannen. Der Einfachheit halber werden wir dabei aber von Schiffserweiterungen wie der bekannten Handelssoftware oder ähnlichen Addons unterstützt. Dadurch ist es nur erforderlich ein Schiff in der Nähe einer Station zu haben um die aktuellen Angebote einzusehen. Ohne direkten Kontakt zu der Station können wir allerdings nicht einsehen welche Waren vorhanden sind und welche dringend benötigt werden.

Dabei wird X4 Foundations auf einer eigenen Engine basieren, die vermutlich schon für X Rebirth VR Edition genutzt wird. In dieser Engine wird es ebenfalls neue Shader geben um das Universum noch realistischer zu gestalten. Dabei kann zum Beispiel die Oberfläche der Planeten modelliert werden um Gezeiteneffekte, Landschaften und Tag-Nacht-Zyklen zu generieren.

Insgesamt soll X4 Foundations das Beste aus X3 und X Rebirth vereinen. Zum einen die Menge an Features und die Freiheiten von X3 zum anderen die Optik und vereinfachten Bedienelemente von X Rebirth. Sollte diese Kombination gelingen so könnte X4 Foundations ein Meilenstein in dem Sandbox Sci-Fi Genre werden. Zu einer Virtual Reality Version wurde sich allerdings noch bedeckt gehalten. Virtual Reality ist auf jeden Fall eine Option für X4 und wird in der Zukunft, nach dem Release von X4, defintiv ein Thema sein.

X4 Foundations wird vorraussichtlich 2018 veröffentlicht.

Über den Autor

Profilbild von Danny Heinrich

Freund von gepflegten Strategie- und Rollenspielen sowie des sinnlosen klickens von Kreisen auf dem Bildschirm zu fernöstlichen Melodien.

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