Wir haben uns auf der Gamescom mit Gründer und Präsident von Novaquark Jean-Christophe Baillie getroffen um uns exklusiv die erste frühe Alpha-Version von Dual Universe anzuschauen. Das erfolgreiche Kickstarter Projekt startet schon am 30 September in die Pre-Alpha Phase, in die wir auf der Gamescom einen kurzen Blick werfen konnten.

Dual Universe oder auch „Minecraft im Weltraum“ ist ein kommendes Sandbox MMORPG, bei welchem es dem Spieler obliegt Raumschiffe, Raumstationen oder Städte auf Planeten zu bauen. Das gesamte Universum in Dual Universe soll erreichbar und veränderbar gemacht werden. Dabei sollen allerdings nicht wie üblich mehrere Server parallel laufen, nein es soll nur einen einzigen Megaserver geben, auf dem alle Spieler zunächst auf einem gemeinsamen Planeten anfangen. Im Verlauf des Spiels können dann neue Planeten erkundet und besiedelt werden, mehr Rohstoffe gefördert und fremde Weiten erobert werden. Dabei steht es den Spielern, typisch für ein Sandbox-Spiel, natürlich frei wie sie ihre Tage im Weltraum verbringen.

Wir starten zunächst auf einem Planeten auf dem unsere Arche, ein riesiges Raumschiff gelandet ist.  Von dort wird dann in Zukunft ein Tutorial die grundlegenden Spielmechaniken erklären. Danach stehet es jedem frei das zu tun was er denn möchte. Mit dem ersten kleinen Raumschiff können wir direkt auf den nächsten Planeten fliegen oder vielleicht doch direkt ins nächste Sonnensystem. Solang wir genügend Energie haben können wir auch an das Ende des Universums fliegen, was vermutlich mehrere Jahre dauern würde. Von unserer Startposition können wir bereits den Mond des Planeten und eine Raumstation sehen.  Alle Objekte die sichtbar sind können auch angeflogen werden. Alle Objekte, Gebäude und Planeten sind veränderbar und können erweitert oder zerstört werden. Es ist auch möglich sich zum Kern des Planeten zu graben, wenn man die nötige Freizeit dazu hat.

Die Welt von Dual Universe ist persistent und kann jederzeit von seinen Spielern verändert werden. Es ist sogar möglich die gesamte Landschaft eines Planete zu verändern. Berge können abgetragen oder verändert werden. Städte aufgebaut und abgerissen werden. Allerdings dauert das planieren eines Berges auch mehrere Monate oder Jahre, je nachdem wie viele Spieler sich daran beteiligen. Durch unsere Partikelkanone können wir die Landschaften verändern, abbauen und einsaugen. So haben wir schnell ein wenig Erde von unserem Planeten auf den Mond verfrachtet.

Komplexe Objekte wie Antriebe und Raumschiffe benötigen natürlich Ressourcen, die erst einmal gefunden und abgebaut werden müssen. Hier hilft uns unser Scanner mit dem wir unsere Umgebung nach wertvollen Ressourcen abtasten können. Dabei unterliegen Raumschiffe physikalischen Gesetzen, die es unmöglich machen sollen zu abstrakte Raumschiffe zu bauen. Raumschiffe können natürlich selbst gebaut werden, aber auch der Kauf von anderen Spielern soll möglich sein. Wer später sein eigenes Heim auf dem nächstgelegenen Mond errichten will kann auf dem Mond Pylonen errichten um das umliegende Land in seinen Besitz übergehen zu lassen. Das heißt allerdings nicht, dass diese Gebiete unangreifbar werden. Piraten oder aggresive Spieler können diese Flächen immernoch angreifen oder einnehmen. Dies zählt dann allerdings als Gewaltakt und kann dementsprechend von anderen Spielern geahndet werden. Weitere Details zu diesem System sind uns bislang leider nicht bekannt.

 

Novaquark möchte in der nächsten Zeit weiter an dem Spielerlebnis als MMORPG feilen um besonders den Backern ein gutes, frühes Spielerlebnis zu bieten. Weitere Features wie z.B. Piraten oder Monster und Kreaturen auf fremden Planeten sind in Planung aber derzeit nicht der Fokus der Entwicklung. Die Präsentation der Alpha erfolgte auf einem Laptop mit einer Nvidia GTX970m und vermittelte über weite Strecken einen stabilen Eindruck. Einzig und alleine das Abbauen oder Zerstören von Objekten lies die Bildrate etwas zusammenbrechen.

Das Konzept des Megaservers stellt Novaquark vor einige Herausforderungen die bewältigt werden müssen damit Dual Universe ein Erfolg wird. Zum einen müssen die Hardwareanforderungen gedeckt werden damit der Server auch bei großer Last stabil läuft. Das einzige Spiel, welches ein ähnliches Konzept besitzt ist Eve Online, bei Dual Universe hingegen soll es allerdings keine instanzierten Bereiche geben. Das heißt sowohl die Infrastruktur für die Server als auch für die Breitbandanbindung muss ausreichend gegeben sein. Bislang wurden die Server erfolgreich mit bis zu 1000 Spielern an einem Ort getestet. Die Server werden desweiteren immer weiter ausgebaut um eben diese Probleme zu verhindern.

 

Der spielerische Aspekt kann ebenfalls zu einer großen Herausforderung werden, besonders wenn die Spielwelt ein ganzes Universum ist. Mit zu wenigen Spielern könnten sich die Gruppen in den weiten des Alls aus den Augen verlieren und Dual Universe würde mehr zu einem Sandbox Co-op Spiel werden. Gemeinschaftsprojekte wie Raumstationen würden dadurch deutlich schwerer zu realisieren sein. Die Erwartung hier ist aber, dass sich die meisten Spieler um das Zentrum, den Startpunkt, ansiedeln werden um dort zu Handeln und ihre Raumstationen zu erreichten, was eine vernünftige Annahme ist.  Die Finanzierung der Server erfolgt über ein monatliches Abonement welches im Bereich von 10-13€ liegen soll.

Insgesamt hinterlässt Dual Universe für eine frühe Alpha Version einen sehr positiven Eindruck. Optik, Animationen und Bedienung wirken schon sehr forgeschritten.  Wir sind gespannt auf die Early Alpha und freuen uns auf die weitere Entwicklung  des Sandbox MMORPGs.

Wer sich noch einen Platz in der Alpha sichern möchte kann dies auf der Homepage von Dual Universe bis zum 7. September tun , muss aber etwas tiefer in die Tasche greifen um einen Alpha-Slot zu bekommen.