Mass Effect: Andromeda hat einen schweren Stand, nicht nur bei Kritikern sondern auch bei Fans der Trilogie. Es hat Höhen und Tiefen und auf diese Achterbahnfahrt nehme ich euch heute mit. Unser Test zu Mass Effect: Andromeda.

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2185. Dies sind die Abenteuer von … ach kommt schon, lasst mich als Star Wars-Fan wenigstens einmal Star Trek würdigen! Okay, ja schon gut. Ich bitte um Verzeihung. Hier geht es schließlich um Mass Effect: Andromeda, dem nun 4. Teil der Mass Effect-Reihe. Doch weil die Abenteuer von Commander Shepard und seiner Crew vorbei sind, treten wir zu einer Reise nach Andromeda an, von der es kein zurückgibt. Und damit herzlich willkommen zu unserem Test zu Mass Effect: Andromeda.

Aller Anfang ist schwer

Dies ist nicht der erste Text den ich zu Mass Effect: Andromeda schreibe. Bereits in der Kolumne zum Ersteindruck sagte ich bereits, dass der Start von Mass Effect: Andromeda ein Problem des Spiels ist. Das hat sich auch nach dem durchspielen nicht geändert. Nach über 90 Stunden im Heleus Cluster, dem Handlungsort des Spiels, kann ich wohl oder übel sagen, dass aller Anfang schwer ist. Nicht nur für Scott oder Sara Ryder. Zu Beginn des Spiels können wir zwischen den beiden Zwillingen wählen, der/die andere ist jedoch auch im Spiel und hat gar nicht so eine unwichtige Rolle, doch dazu mal an anderer Stelle mehr (*schilt zum Podcast Radio InGame). Sollte uns der Charakter nicht gefallen, so können wir ihn/sie im Charaktereditor anpassen. Dieser ist jedoch ein Rückschritt, zumindest im Vergleich zu Dragon Age: Inquisition. Der Vergleich zu Dragon Age: Inquisition wird übrigens häufiger fallen. Der Charaktereditor wirkt nicht ausgegoren genug und limitiert, etwas das nicht hätte sein müssen. BioWare will zwar nach eigenen Angaben versuchen Verbesserungen vorzunehmen, doch dies kann hier natürlich nicht berücksichtigt werden.

Haben wir jedoch unsere/n Ryder fertig erstellt oder einfach die Standardversion gewählt, kann das Abenteuer in Andromeda auch schon beginnen. Nach 600 Jahren im Kryoschlaf wacht ihr im Heleus Cluster auf, unserem neuen Zuhause. Doch anders als vor der Abreise erwartet, wartet in Heleus nicht das Paradise auf uns, sondern die Hölle. Während dem Flug nach Andromeda hat sich einiges verändert und so hat ein geheimnisvolles Clusterweites Phänomen, dass „die Geißel“ genannt wird, dazu geführt, dass der Planet Habitat 7, der als neuer Heimatplanet der Menschen auserkoren wurde, nicht mehr bewohnbar ist und es dort keinen Sauerstoff mehr gibt. Außerdem gibt es schwebende Felsen und ätzende Säurepfützen. Durch die Geißel wurde auch die Kryokapsel eures Bruders bzw. euer Schwester beschädigt und er/sie wurde ins Koma gesetzt. Zeit um sich darüber jedoch aufzuregen gibt es nicht, denn euer Vater, Alec Ryder, ist der Pathfinder. Ein Forscher, Entdecker und Soldat, der die Menschheit zu ihrer neuen Heimat führen soll. Alec beschließt also sich Habitat 7 genauer anzusehen um herzufinden was dort vor sich geht. Dort wird man bereits im Anflug auf den Planeten von den Kett, einer neuen und feindlich gesinnten Alien Rasse, angegriffen. Um nicht das ein oder andere bereits zu verraten, belasse ich es hierbei. Nur so viel: man wird selbst zum Pathfinder und muss nun in große Fußstapfen treten, die man eigentlich nicht übernehmen sollte. Ohne die eigentliche Ausbildung und Erfahrung müsst nun ihr ein neues Zuhause für die Völker der Milchstraße finden, denn die anderen Archen sind samt ihrer Pathfinder verschollen, die Nexus muss sich von einer Rebellion erholen und die Kett sowie die Geißel sorgen für einen Haufen Ärger.

Da ihr absolut unerfahren seid, ist gerade die KI SAM eine große Hilfe. Diese ist durch ein Implantat mit euch und all euren Crewmitgliedern verbunden, mit einem selbst hat man jedoch eine deutlich tiefe Verbindung. So kann er einen Privatkanal zu einem öffnen, den nur ihr hört, und hilft euch im Kampf sowie gibt immer wieder mal nützlich mal nervige Tipps und Ratschläge.

Der Anfang von Mass Effect: Andromeda ist das größte Problem des Spiels, auch wenn die skurrilen Gesichtsanimationen etwas anderes sagen, diese wurden glücklicherweise im letzten Patch bereits stellenweise verbessert, aber auch da gibt es immer noch ein paar Macken. Diese sollen jedoch innerhalb der nächsten zwei Monate ausgebessert werden. Dennoch das Phasing des Spiels ist schlichtweg nicht gut. Die ersten 6-8 Stunden, je nachdem wie man spielt, dümpeln vor sich her, auch weil der Beginn mehr verwirrt als einen anspornt weiterzuspielen. Nach Habitat 7 geht man zur Nexus, dort kann man mit sehr vielen Leuten quatschen, nimmt die ersten Nebenmissionen an und geht dann nach einem Gespräch mit den Anführern der Nexus nach Eos, einem radioaktivverseuchten Wüstenplaneten. Auf Eos ist dann, zumindest beim ersten Besuch, der Tiefpunkt des Spiels. Eigentlich sollte man ja Planeten erforschen können, doch auf Eos ist das durch die Radioaktivität nicht möglich. Selbst mit dem Nomad, eurem Fahrzeug, könnt in manchen Bereichen nur für kurze Zeit euch bewegen ohne zu sterben. Dies spricht erstmal komplett gegen das Konzept des Spiels. Ich verstehe wieso sie es taten. Sie wollten es anders machen als in Dragon Age: Inquisition, das einen mit seinem ersten Gebiet komplett erschlagen hat. Das haben sie hier anders gemacht, aber auch nicht wirklich besser. Eher schlimmer. Erst am Ende von eurem ersten Besuch auf Eos wird die ganze Sache erst richtig interessant.

Ihr lernt dort Peebee, eine asarische Draufgängerin, die die Relikte studiert, uralte Technologie von einer nicht näher bekannten Alien Rasse, kennen. Gemeinsam mit ihr geht ihr in ein gewaltiges unterirdisches Gewölbe, mit dem ihr den Planeten von seiner Radioaktivität säubern könnt. Ab da zieht die Story an und wird zunehmender interessanter, weil ihr ein klares Ziel vor Augen habt: die Planeten wieder bewohnbar machen und ein neues zuhause finden. Darüber hinaus gibt es noch weitere Mysterien die es zu lösen gilt: Warum hat euer Vater euch zum Pathfinder gemacht, obwohl ihr nicht dafür vorgesehen wart? Was wollen die Kett im Heleus Cluster? Wer hat die Relikte und Gewölbe erschaffen? Was ist die Geißel genau? Wo sind die anderen Archen hin? Und noch einige mehr. Neue Dynamik kommt auch durch die zweite neue Alien Rasse auf, den Angara. Einer Humanoiden Spezies, die durch die Kett und die Geißel ihre Vergangenheit verloren haben und ihre Gefühle sehr offen zeigen. Anders als die Kett legen sie jedoch mehr Wert auf Diplomatie und die meisten, nicht alle, wollen keinen Krieg mit den Neuankömmlingen aus der Milchstraße. Vertrauen tun sie euch aber verständlicherweise zu Beginn nicht, doch dieses Vertrauen soll ein Art Gesandter aufbauen. Sein Name ist Jaal und begleitet euch durch das Abenteuer in Heleus.

 

Bitte alle einsteigen

Bevor man überhaupt nach Eos fliegt, bekommt man als Pathfinder die Tempest überreicht, sein neues Schiff. Dort lernt man die ersten Crewmitglieder kennen, die Wissenschaftsoffizierin Suvi, die turianische Schmugglerin Vetra oder euren Piloten Kallo Jath. Ansonsten gibt es da noch den Cheftechniker Gil sowie Cora und Liam, die man bereits zu Beginn des Spiels kennenlernt und Teil eures Teams auf Habitat 7 sind, werden ebenfalls teil eurer Crew. Auf Eos stoßen dann noch Peebee und der alte Kroganer Drack hinzu. Zudem begleitet euch als Ärztin Dr. Lexi T’Perro, die ihr auf der Arche Hyperion kennenlernt. Auch darf man die KI SAM nicht vergessen sowie Jaal. Eure gesamte Crew besteht aus zehn Personen und sechs von ihnen sind teil eures Squads: Cora, Liam, Vetra, Peebee, Drack und Jaal. Die Anzahl wirkt eher klein, gerade wenn man sie gegenüber eurem Squad aus Mass Effect 2 vergleicht, doch dazu muss gesagt werden, dass die Tempest kleiner ist als die Normandy SR-1 ist und keine Bewaffnung besitzt.

Die Crewmitglieder wirken zu Beginn erstmal relativ blass, dies ändert sich jedoch sehr schnell nach den ersten Gesprächen oder Flirtversuchen. Man lernt sie kennen und, zumindest ging es mir so, sehr zu schätzen. Zudem haben die Loyalitätsmissionen, die eine famose Rückkehr feiern, ebenfalls großen Einfluss. Diese sind verdammt gut und haben mehrere Stufen. Von der Qualität her sind diese besser als bei Mass Effect 2. Lediglich die Missionen von Tali, Kasumi und Jack können einigermaßen mit diesen hier mithalten. Anders als damals sind die Loyalitätsmissionen jedoch nicht entscheidend für das Ende und können auch nach dem Abschluss der Hauptstory noch erledigt werden. Nichts desto trotz machen die Loyalitätsmissionen einen großen Reiz des Spiels aus. Auch die Beziehungen spielen natürlich wieder eine Rolle. Manche finden es so zum Beispiel vollkommen okay, wenn ihr mit mehr als nur einer Person ins Bett steigt, andere wird das sehr verärgern. Auch haben die Crewmitglieder untereinander eine Beziehung. So geraten häufiger Kallo und Gil aneinander oder Jaal und Liam, die mit der Zeit zu Brüdern im Geiste werden. Die Liebesbeziehungen sind besser umgesetzt worden als noch in der Trilogie, hinken aber von der Qualität etwas denen aus Dragon Age: Inquisition hinterher.

Natürlich haben die Charaktere hier einen schweren Stand, weil sie automatisch mit denen aus der Trilogie verglichen werden. Dass einem Garrus oder Tali mehr ans Herz gehen als Vetra oder Cora ist ja auch verständlich, schließlich war man drei Spiele lang mit ihnen unterwegs und nicht nur wie hier mit einem. Allgemein sollte man Andromeda nicht zu sehr mit der gesamten Trilogie vergleichen, doch dazu später mehr.

 

Dynamisch und agil

Durch den Open World-Aspekt bekam auch das Gameplay einen neueren Anstrich. Dank dem Jumppack und dem Boost ist man in der Lage agiler zu agieren als noch in der Trilogie. In die Luft springen und in der Schwebe feuern ist demnach kein Problem. Das Gunplay fühlt sich größtenteils immer noch so an wie in Teil 2 und 3 und durch die unterschlichen Profile ist man in der Lage sowohl Biotik zu benutzen als auch Kampffertigkeiten, wie den Betäubungsschuss, oder Techfertigkeiten, zum Beispiel der Flammenwerfer. Der Wegfall der Klassen macht durchaus Sinn und ermöglicht auch hier sich besser an Gegner und die Umgebung anzupassen.

Ich genieße die Freiheit die mir das Spiel im Hinblick auf Fähigkeiten und Waffen bietet. So gibt es nicht nur neue Fähigkeiten, auch wenn die Meisten alte Bekannte sind, sondern auch neue Waffentypen. Reliktwaffen haben keine Munition, können jedoch überhitzen und Waffen aus dem Heleus Cluster haben Plasmamunition.

Hier spielt auch das Crafting eine Rolle. Durch das Scannen von Dingen in der Spielwelt bekommt man Forschungspunkte die man in Ausrüstung und Verbesserungen investieren kann. Stellt man im Anschluss diese her, kann man verschiedene Module nutzen und während der Herstellung seine ganz persönlichen Waffen und Rüstungen erschaffen. Ich hab z.B. zum Ende hin ein Reliktsturmgewehr benutzt, das Elektrogeschosse abfeuert und ein Scharfschützengewehr benutzt, dessen Munition nachdem Aufprall explodiert. Es gibt einige Möglichkeiten sich zu individualisieren, was mir sehr gut gefällt.

Vom Gunplay habe ich bei dem Spiel absolut nichts bemängeln und ist für mich das Beste in der Reihe.

 

Wunderschön, aber …

Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde immer wieder die Technik kritisiert. Das hat sich auch nach dem Launch nicht gebessert sondern wurde nur schlimmer. Sehr viel schlimmer und dass das heftig kritisiert wird geschieht absolut zu Recht. Auf technischer Ebene ist Mass Effect: Andromeda nicht gut geworden, stellenweise ist es eine Katastrophe. Es wirkt unfertig. Die Gesichtsanimationen der Menschen und Asari wirken merkwürdig und die Augen tot, der letzte Patch (1.0.5) hat die Augen deutlich verbessert und auch die Animationen wurden besser, aber immer noch gibt es unschöne Momente. Zudem ist das Spiel geplagt von Bugs und Glitches. Auch ich hatte einige, allerdings zum Glück nie so schlimme, wie einige Zusammenschnitte auf YouTube es suggerieren. Unschön sind sie dennoch, gerade wenn man eine Quest nicht abschließen kann. Mag bei mir nur eine eher unwichtige Nebenmission sein, zu denen ich später noch komme, es könnte aber auch bei einer Hauptmission oder Loyalitätsmission passieren. Hier hat BioWare noch einiges an Arbeit vor sich.

Abseits der technischen Macken sieht das Spiel aber sehr schön aus, gerade das Design von der Tempest oder den Archen sind wunderschön geworden. Der Nomad steuert sich gut und auch die Umgebungen haben einige gute Panoramen auf Lager. Auch die Planeten selbst sehen fantastisch aus, gerade der dschungelartige Planet Havari hat es mir sehr angetan, mit seinen lila und bläulichen Farben. Zudem muss ich die Reliktgewölbe hervorheben, die architektonisch neu und frisch sind.

Mehr grau als blau und rot

Anders als in den Vorgängern bietet Andromeda keine Paragon und Renegade (Gut/Böse) Entscheidungen mehr. Stattdessen sind es alle moralische Entscheidungen, bei denen es kein Gut und Böse gibt sondern lediglich grau, mit Ausnahme von einer. Etwas das ich befürworte. Auch wirken sich einige Entscheidungen die man trifft auf das Ende aus, manche dürften erst bei einer Fortsetzung eine größere Rolle spielen. Da dies ein Neubeginn ist, sind die Entscheidungen die man trifft noch nicht so gewichtig, dies könnte sich in Story-DLCs aber auch noch ändern (siehe Dragon Age: Inquisition mit dem Epilog-DLC), doch sie sind soweit in Ordnung. Nur nicht so entscheidend wie man sich das aktuell vielleicht wünscht.

Beim Dialograd selbst hat sich auch einiges getan. So gibt es auch hier kein Gut/Neutral/Böse Antwort mehr, sondern emotionale, logische, humorvolle und professionelle Antworten. Dabei hat man meistens jedoch nicht vier Antwortmöglichkeiten, dies kommt eher selten vor, sondern meistens sind es zwei. Entweder emotional und logisch oder humorvoll und professionelle. Dies ist ein zweiseitiges Schwert, denn in manchen Situationen hätte ich gerne eine andere Antwort gegeben, das Spiel lies dies jedoch nicht zu. Hier wurde etwas Potenzial verschenkt, auch wenn ich finde, dass dies im Grunde die Richtige Entscheidung war, das Dialograd zu ändern.

Kein Vergleich zur Trilogie

Andromeda muss in gewaltige Fußstapfen treten und fällt im Vergleich zur Trilogie, oder aber dem westlichen RPG Primus The Witcher 3, deutlich auf die Nase. Allerdings ist es, wie bereits erwähnt, schwer einen einzelnen Teil gegenüber einer Trilogie zu stellen. Die Geschichte von Ryder ist noch lange nicht vorbei und auch das Abenteuer in Andromeda hat gerade erst begonnen. Gewiss muss es sich mit seinen Vorgängern und dem besten Vertreter des Genres messen. Nicht nur was Story und Charaktere oder das Writing angeht, aber auch im Hinblick auf die Nebenmissionen und die Spielwelt. Statt stringenteren Levels hat Andromeda verschiedene Planeten die man frei erkunden kann und viele Nebenmission, manche von ihnen sind interessant wie die Hacker-Mission rund um Knight oder dem Mordfall von der Gründerin der Andromeda Initiative, doch viele sind auch lediglich Beiwerk, das man komplett vergessen kann. Denn es gibt Sammelaufgaben, in denen man nicht viel Kontext hat, sie sind aber besser integriert ins Spiel als noch bei Dragon Age: Inquistion. Insgesamt kommen die Nebenmission aber nie, mit Ausnahme von den beiden oben genannten, an die Qualität von denen aus The Witcher 3 heran.

Inszenatorisch gibt es aber immer wieder gute Momente und Missionen. Die Loyalitätsmission sind fantastisch, die Missionen zu den vermissten Archen sind interessant und gut inszeniert und auch die Hauptstory kommt nach anfänglichen Problemen immer mehr in Fahrt und bietet auch den ein oder anderen WTF-Moment, im positiven Sinne. Zudem ist so ziemliches alles cool, wenn auch etwas vorhersehbar, was mit dem Charakter Reyes Vidal passiert.

Statt es mit der gesamten Trilogie zu vergleichen, sollte man es eher mit Mass Effect 1 vergleichen. Beide Spiele sind sich relativ ähnlich und beide sind der Start zu etwas neuem. Auch was den Soundtrack angeht, geht dieser sehr viel mehr in die Richtung von Mass Effect 1. Dieser ist zwar etwas schwächer als der von Mass Effect 1, bietet aber mit dem Main Theme „A Better Beginning“, „Heleus“ und „Hunting the Archon“ ein paar sehr gute Stücke.

Wertung
Gameplay85
Story80
Inszenierung70
Genre-Wertung75
Visualisierung90
Sounddesign85
Bedienung85
Feedback85
Positiv
Interessante Begleiter
Story wird zunehmend besser
Passender Soundtrack
Visuell sehr schön
Spaßiges Gunplay
Negativ
Schwacher Beginn
Technisch katastrophal
Nicht jede Neuerung ist gelungen
Langweilige Nebenmissionen
82
Spaßig trotz Schwierikeiten
Fazit
Mass Effect: Andromeda hat einen verkorksten Start, nicht nur wegen den technischen Problemen sondern auch weil die Story etwas Zeit braucht um in Fahrt zu kommen. Mit der Zeit lernt man diese aber zu schätzen und zumindest ich war interessiert wie es weiterging. Auch die Charaktere wurden zu liebenswürdigen Begleitern, die einige herzerwärmende und manchmal auch lustige Momente haben. Gerade Peebee und Drack zusammen auf Missionen zu haben lässt einen immer wieder schmunzeln. Qualitative kommt Andromeda nicht an die Trilogie im Gesamtpaket heran, und gegen The Witcher 3 zieht es in beinahe allen Belangen den Kürzeren. Nimmt man jedoch die einzelnen Teile der Mass Effect-Reihe, so reiht sich Andromeda aktuell auf Platz 3 ein, dies kann sich durch DLCs aber auch noch ändern. Perse kann ich Andromeda durchaus empfehlen, wer sich auf die Hauptstory, Loyalitätsmissionen und großen Nebenmissionen fokussiert bekommt ein großartiges Spiel. Wer alles mit einbezieht muss aber auch die ein oder andere lahme Mission über sich ergehen lassen. Grundsätzlich würde ich sagen, dass man aber noch 1-2 Monate bis zum Kauf warten kann, dann dürften die technischen Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt sein. Trotz einiger Probleme ist Andromeda für mich kein schlechtes Spiel. Ich spiele es sehr gerne und bin gerade bei meinem zweiten Run, auch der Multiplayer hat gewisse Reize, auch wenn dieser eher etwas für nebenbei ist. Die positiven Aspekte überwiegen bei mir die negativen und letztendlich kommt es darauf an, ob man mit dem Spiel spaß hat und das habe ich nach wie vor. Ich freue mich mehr in Andromeda zu erleben, gerne mit diesen Charakteren.