Auch 2016 habe ich mich natürlich wieder ausgiebig mit neuen Spielen beschäftigt. Im Allgemeinen würde ich aber von einem eher durchwachsenen Jahr sprechen, dass viele persönliche und allgemeine Enttäuschungen mit sich brachten. Spiele, die für mich sogar als „Kauf zum Vollpreis“ gelistet waren haben mich teils schwer enttäuscht. Darunter natürlich das von mir so heiß erwartete Street Fighter V, das für mich wegen mangelndem Content nicht ansatzweise mit Street Fighter IV und seinen Ablegern mithalten konnte.

Dieser Artikel ist Teil der Editors Year In Review Serie. Weitere Teile sind verfügbar.

Zu einem Nichtkauf bzw. zu Verzögerungen kam es darüber hinaus noch bei Mafia III und Star Fox Zero. Auf beide Spiele habe ich mich sehr gefreut, konnte dann aber auf Grund enttäuschender Rezensionen mich nicht überwinden den Vollpreis für die beiden Titel auszugeben.

Nahezu bestätigt in meiner Annahme ihrem Hype nicht gerecht zu werden, haben mich Tom Clancy’s The Division und No Man’s Sky. Bei No Man’s Sky habe ich von meiner Kenntnisnahme des Projekts bis zum Release nie gedacht, dass Hello Games, die vorher nur zwei kleine Spiele namens Joe Danger 1 & 2 gemacht haben, dass sie das erfüllen können, was sie an Erwartungen geschürt haben.

Von The Division habe ich die Beta-Version gespielt, die mich leider davon überzeugte, dass es für mich nur ein weiteres Negativerlebnis wie Destiny werden würde.

Aber natürlich gab es auch die Hypes, die abgeliefert haben! Die Neuauflage von Doom ist definitiv eine davon. Mega schnelle Action kombiniert mit expliziter Gewalt wie sie nur selten erreicht wurde, so hätte Doom tatsächlich in meinen Augen ausgesehen, wenn es statt 1993 im Jahr 2016 das erste Mal erschienen wäre.

Für viele war Quantum Break nicht der erwartete Heilsbringer, für mich aber schon. Es ist zwar keine Revolution der Videospiele und das Konzept mit der eingearbeiteten TV-Serie kann man mögen oder nicht, aber ich mochte es, sehr sogar. Das Spiel selbst bot mir eine tolle Kampagne, Zeitreisen (und ich mag Zeitreisen) und durch die „Risse in der Zeit“-Thematik unfassbar schöne Levels wie ich sie nie zuvor gesehen habe.

Dark Souls 3 gab es dieses Jahr auch noch und dazu gibt es bei uns eine hervorragende Review mit der ich völlig übereinstimme. Kurz gesagt ist Dark Souls 3 nicht ganz so gut wie Teil 1, aber trotzdem ein Meisterwerk!

Selbst die, die ewig Zeit haben ein neues Spiel zu entwickeln, meldeten sich dieses Jahr mit einer neuen Franchise. Blizzard mein ich, und mit Overwatch gibt es das Erste neue Franchise seit Starcraft 1 von 1998 von dieser legendären Spieleschmiede. Und? Was ich davon halte? Was kann man von Overwatch halten? Wenn einem der Stil nicht passt hat man in meinen Augen den einzigen größeren Streitpunkt des Spiels genannt. Der Umfang könnte üppiger sein, aber dafür bekommt man Blizzard typische Perfektion. Ich bin großer Fan der Helden und ihres Schere Stein Papier Prinzips und finde das Spiel insgesamt richtig gut und trotzdem schafft es Overwatch nicht meine persönliche Multiplayer-Krone 2016 zu ergreifen, aber dazu später mehr.

Nach anfänglichem Frust darüber, dass XCOM 2 nur für den PC erschienen ist, war die Freude umso größer als der Konsolenrelease angekündigt wurde. XCOM 2 ist sogar noch besser als das geniale XCOM: Enemy Unknown und damit ein absolutes Jahreshighlight für mich.

Gears of War 4 ist einer der ganz großen Titel (neben Quantum Break) dieses Jahr bei Microsoft gewesen und eine absolut würdige Fortsetzung (anders als Gears of War: Judgment) für diese Marke. Leider kann es aber nicht ganz an die Qualität von Gears of War 3 anknüpfen, dennoch ein absoluter Pflichttitel für Xbox One Besitzer im Jahr 2016.

Erst seit kurzem besitze ich eine Playstation 4 und gleich das erste Spiel das ich besitze ist absolut fantastisch. Uncharted 4 hat mir unfassbar viel Spaß gemacht und ist ein Megahighlight für 2016. Vergleiche zu vorherigen Teilen kann ich jedoch nicht bieten, da ich die noch nachholen muss.

Und genauso wie ich jedes Jahr an Sylvester über Butler James in Dinner for One lache, so hat Telltale auch 2016 wieder ein persönliches Highlight für mich. Batman – The Telltale Adventure hat mir richtig gut gefallen und den einzigen Kritikpunkt den ich hab ist, dass die Staffel endet und ich nicht weiterspielen kann, aber auch das hat Vorteile denn das folgende Spiel stiehlt mehr Zeit als ich habe.

Battlefield 1! Muss ich mehr dazu sagen? Zum Singleplayer kann ich noch nicht mal was sagen, weil der Multiplayer mir noch keine Zeit gelassen hat. Ich bin begeistert. Das Einzige, was ich hier zu meckern hätte ist das meine Freunde nicht oft genug Online sind um den Wald der Argonnen unterzupflügen. Nun werde ich mich wieder hinter das MG 08/15 oder meinem geliebten A7V klemmen und wünsch euch einen guten Rutsch und ein tolles Spielejahr 2017!