Es ist wohl der größte Aufreger in den vergangenen Tagen für Spieler des immer beliebter werdenden MMORPGs Black Desert Online. Wie der Publisher Kakao Games jetzt mitteilte können ab nächster Woche Gegenstände aus dem Perlenladen auf dem Marktplatz für Silber verkauft werden. Damit fällt auch die letzte Barriere, die Black Desert Online davon abhielt „Pay-to-Win“ zu werden.

Entgegen den anfänglich gemachten Versprechungen von Kakao Games (ehem. Daum Games) kündigte der Community Manager Jouska heute an, dass ab nächster Woche Gegenstände aus dem Pearlshop auf dem Marktplatz verkauft werden können. Die Anzahl der Gegenstände die dabei verkauft werden können ist pro Woche auf fünf begrenzt. Ein gut betuchter Spieler könnte dementsprechend bis zu 150€ in die Währung des Spiels, Silber, unwandeln. Da in Black Desert Online die besten Gegenstände nicht an den Charakter gebunden sind und dadurch jederzeit über den Marktplatz versteigert werden können ist die Community rund um das MMORPG beunruhigt und rief bereits wenige Minuten nach dem Post zu Protesten auf.

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Black Desert Online wurde Anfang März in Europa und Amerika veröffentlicht. Publisher Daum versicherte der Community zu diesem Zeitpunkt, dass keine sogennanten „Pay-To-Win“ Mechaniken für die europäischen und amerikanischen Server geplant seien, da es im Gegensatz zu den russischen und koreanischen Versionen ein „Buy-To-Play“ Modell mit optionalem Perlenladen sei, welcher nur kosmetische und zur Bequemlichkeit dienende Gegenstände enthalten sollte. Bei den Perlen, der Währung für den Perlenladen, handelt es sich um die Premium Währung von Black desert Online.  Der Kaufpreis des Spiels entfällt derzeit noch nicht wobei es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist bis das Spiel allen interessierten Spielern kostenlos zur Verfügung steht und das Bezahlmodell vollständig auf „Pay-To-Win“ geändert wird.

Schon bereits vor zwei Wochen wurde das sogenannte „Value Pack“ eingeführt, welches neben kosmetischen Features wie Aussehensveränderung oder Farbpalette auch fragwürdige Features, wie reduzierte Steuern auf im Marktplatz verkaufte Gegenstände, enthält. Das Value Pack ist für 30 Tage aktiv und kostet rund 14€. Hierbei handelt es sich also um ein monatliches Abonement um sich einen kleinen Vorteil zu erspielen. Schon zu diesem Zeitpunkt brach Unruhe in der Community aus und es wurde gefordert die zusätzlichen Features wie reduzierte Steuern fallen zu lassen. Mit dem neuen System können jetzt zusätzlich Kostüme, Haustiere und andere Gegenstände aus dem Perlenladen im Spiel verkauft werden.

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Leider scheinen weder Kakao noch die Community, trotz erheblicher Proteste, ein Mitspracherecht in dieser Angelegenheit zu haben. Der koreanische Entwickler Pearl Abyss scheint seinen Profit maximieren zu wollen und das zu Lasten der Spieler hier in Europa als auch in Amerika. Die Zukunft von Black Desert Online ist derzeit ungewiss. Viele Spieler verlangen ihr Geld zurück, da Pearl Abyss und Kakao offensichtlich ein falsches Spiel bezüglich ihrer Versprechen bezüglich Pay-To-Win Mechaniken gespielt haben.

 

Die Problematik hierbei besteht darin, dass sich für Echtgeld Ingamewährung gekauft werden kann. Die besten Waffen und Rüstungen sind zwar selten können allerdings frei über den Marktplatz an andere Spieler verkauft werden. Black Desert Online ist größtenteils auf PvP  basierend und zumacht bessere Ausrüstung meist den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage. Sollten sich einige Spieler in Zukunft eine bessere Ausüstung erkaufen können würde das die harte Arbeit vieler Spieler in den Schatten stellen. Zudem war Black Desert Online ursprünglich für den westlichen Markt als „Buy-To-Play“ Titel wie zum Beispiel Guild Wars gedacht. Die jetzt eingeführten Mechaniken sprechen ganz klar gegen dieses Modell, da das Spiel jetzt neben den Anschaffungskosten auch ein monatliches Abonement als auch Pay-To-Win Mechaniken beinhaltet.

Es bleibt abzuwarten ob Entwickler Pearl Abyss doch noch einen Rückzieher von den geplanten Änderungen macht oder ob Black Desert Online bald zu Pay To Win Online umgetauft werden muss.

Ankündigung

Petition (Englisch)