Es gibt zahlreiche mobile Games, die entweder für ein kurzes, packendes Abenteuer fesseln oder langfristig mit Aufstiegsmöglichkeiten locken. Außerdem gibt es noch die Sorte Spiele, die wir einfach mal zwischendurch, wenn nichts spannendes passiert, anwerfen. Toby: The Secret Mine ist ersteres und das Spielmuster des Sidescrollers gibt es bereits in ähnlichen Titeln.

Toby: The Secret Mine lässt sich hierbei aber bewusst von Spielen wie Limbo inspierieren und macht daraus auch kein Geheimniss. Toby: The Secret Mine ist, wie viele Spiele aus dem Hause Headup Games, eine Alleinarbeit des Indie-Entwicklers Lukas Navratil. Bereits Ende November veröffentlichte besagter Autor das Spiel auf Steam, nun folgte die Veröffentlichung auch auf den mobilen Plattformen wie Android und iOS.

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Da es sich hier bekannterweise nur um einen kleinen, mobilen Titel handelt fällt das Review hierzu auch etwas geringer aus. Wir lassen dennoch kein Merkmal aus den Augen und werfen uns direkt in die Geschichte.

 

Wo sind meine Freunde?

Ähnlich wie in Limbo spielen wir einen kleinen Hauptcharakter, in diesem Fall Toby, der sich auf die Suche nach seinen gestohlenen Freunden macht und dabei zahlreiche kleine und große Kreaturen antrifft, die ihm den Weg erschweren seinem Ziel näher zu kommen. Neben den Monstern fallen uns aber auch noch andere zahlreiche Steine in den Weg. Darunter lebensbedrohliche Fallen und Rätsel, die wir mit etwas Geschick lösen müssen. Größtenteils sind die zu lösenden Rätsel in einem recht einfachen Schwierigkeitsgrad gestaltet. Zum Ende hin zieht der Schwierigkeitsgrad allerdings deutlich an und kann teilweise frustrieren.

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Rätselhaft

Die Rätsel in Toby: The Secret Mine sind dabei aber keinesfall schwierig oder besonders nervenaufreibend. jedenfalls zu Anfang. Viele Lösungen ergeben sich durch reines Erkunden oder Hinterfragen. Viele Ansätze sind dabei in der Dunkelheit versteckt und lassen sich leicht finden, indem man gegen die ein oder andere Felswand läuft. Versteckte Falltüren und morsche Wege lassen sich durch akustische Signale orten. Bei seinem Weg durch die unterschiedlichen Level greifen wir auf eine Vor- und Rückwärtsbewegung zurück, sowie Springen und einer Interaktion. Letztere Beiden sind rechts auf dem mobilen Gerät platziert und alle Bedienelemente lassen sich einfach undsimpel erreichen. Hierbei macht das Spielen auf dem Tablet allerdings deutlich mehr Spaß und ist zudem auch komfortabler.

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Siehst du das?

Grafisch schließt Toby: The Secret Mine sich seinen Spielekontrahenden schnell an und kann mit einfältiger Gestaltung und klarer Übersicht punkten. Neben dem meist düsteren und dunklen Look heben sich einzelne Unterlevel, in denen sich die Gestaltung ändert, schön ab und bieten so eine angenehme Alternative. Auch die Bewegungen des kleinen Toby passen hervorragend ins Setting und sehen überzeugend aus. Anders als auf dem PC können Spieler, in einem angenehmen Tempo, rund vier Stunden investieren. Der PC ist hier durch die etwas schnellere Steuerung etwas schneller dran, das macht aber nichts.

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Ton technisch fährt Toby: The Secret Mine alles auf, was auf der mobilen Plattform möglich ist. Die tolle Inszenierung der Geräusche und Klänge hören sich durch den Smartphone-Lautsprecher zwar gewohnt konventionell an, mit Headset oder Kopfhörern lässt sich hier Toby: The Secret Mine aber voll und ganz genießen.

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Wertung
Gameplay85
Story80
Inszenierung80
Genre-Wertung80
Visualisierung85
Sounddesign80
Bedienung85
Feedback75
steigender Schwieirigkeitsgrad
tolles Gesamtpaket
macht viel Spaß
zum Ende hin etwas zu Knackig
81
Spannend
Fazit
Toby: The Secret Mine zeigt, dass mobile Spiele viel Spaß machen können und keinesfalls langfristige Pay2Win Abenteuer sein müssen. Der steigende Schwierigkeitsgrad lässt Toby zwar hin und wieder scheitern, das tut dem Spielgeschehen und dem Interesse daran aber keinen Abbruch.

Über den Autor

Profilbild von Pascal Grawinkel

2009 habe ich mit und für euch PlayCrits gegründet. Seither informieren wir über die Welt der modernen Videospiele. Von mir gibt's dabei die Portion Action, Online und Roleplay. Allerdings nur auf dem PC. Sorry, Masterrace.

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