Nachdem bereits sehr viele die japanische Version gespielt haben, habe ich auf dem deutschen Release gewartet. Ob sich nun das Warten gelohnt hat und wie sich Dark Souls 3 spielt erfahrt ihr hier.

Storytelling

Als erstes komme ich zu der Story von Dark Souls 3, denn diese ist wie gewohnt nur durch die Beschreibungen von Items und durch Gespräche mit den NPC’s zu finden. Hierbei muss ich sagen, dass ich selber bislang einen Durchlauf erst gespielt habe und hierbei wahrscheinlich nicht nur einige Items sondern auch viele Gespräche verpasst habe. Durch seine Erzählweise die Dark Souls 3 auch bereits in seinen Vorgängern hatte macht es einen sehr neugierig und animiert einen zum erneuten Durchspielen um vielleicht einer Information nach zu gehen und wieder etwas Neues in Erfahrung zu bringen. Ich finde diese Erzählweise unterstützt wiedermal das Gefühl der Einsamkeit sehr gut.

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Spiel mit mir

Kommen wir nun weg von der Story zum Gameplay. In Dark Souls 3 hat sich das Gameplay zu den Vorgängern leicht verändert, fühlt sich aber gewohnt an und man fühlt sich direkt wohl. Neu hinzugekommen sind die Fertigkeiten der Waffen und Schilde („Weapon Arts“). Durch diese Fertigkeiten kommt viel mehr Bewegung in den Kampf, da hierdurch der Spieler flexibler ist wie er seinen Gegner angreift. Dies sorgt besonders im PvP für viele spannende Kämpfe. Allgemein sind die Bewegungen des Spielers um einiges schneller geworden, was wahrscheinlich Bloodborne zu verdanken ist und wie ich finde sehr gut in das Spiel passt.

Das Level Design von Dark Souls 3 übertrifft seinen Vorgänger Dark Souls 2 um Längen. Alles passt sehr gut zusammen und es gibt wieder viele dieser Momente, wo man einen Aufzug aktiviert oder eine Tür öffnet und sich wieder an einem Leuchtfeuer oder einer anderen gewohnten Umgebung wieder findet. Außerdem ist es wieder so, dass man alle Gebiete entdeckt, wenn man sich auf einer erhöhten Position umsieht. Durch die Einführung von Fokuspunkten und der unterschiedlichen Estus-Flasks wurde die Spielweise auch stark verändert. Wenn man nun mit Zauber, Wunder oder ähnlichem spielen möchte hat man die Überlegung, das man seine Estus aufteilt in welche, die einen heilen oder einem Fokuspunkte zurückbringen. Somit wurden auch die Zauberer und Kleriker schwerer zu spielen, da sie nun entweder weniger Heilung mit sich tragen, oder nur wenige Zauber oder Wunder wirken können.

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+/- 0

Das Attribut Glück hat seinen Weg wieder in Dark Souls 3 hinein gefunden. Dieser Wert steigert die Chance, dass ein Gegner Items fallen lässt, was besonders zu Beginn sehr nützlich ist, jedoch ist dieser Wert eher was für erfahrene Spieler, da man auf wichtige Level in den anderen Attributen verzichtet. Eine gute Entscheidung war es, das man seine Rüstung nicht mehr aufwerten kann, somit kann man seine mühsam gesammelten Materialien in seine Waffen und Schilde stecken. Könnte man seine Rüstung auch noch aufwerten, ich glaube dann wäre ich Tage lang damit beschäftigt, da es einfach unfassbar viele unterschiedliche Rüstungen in Dark Souls 3 gibt. Allgemein gibt es sehr viele Ausrüstungsgegenstände welche einem schier unendliche Möglichkeiten bieten. Ich selbst habe in meinem Spieldurchlauf zig Waffen ausprobiert und alle fühlen sich gut an. Ich würde am liebsten mit allen Waffen auf einmal spielen, weil jede Waffe Spaß bringt mit Ihnen zu spielen.

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Passwortsicherheit

Eines der besten Neuerungen in Dark Souls 3 ist das Passwort System für den Koopmodus. Bislang konnte man nur begrenzt mit oder gegen seine Freunde spielen, da man nur die Rufsymbole sehen kann, von Spielern die in der Nähe vom eigenen Level sind. Das hat sich nun mit dem Passwort System geändert, man kann in den Optionen ein Passwort eingeben, was mit seinen Freunden abgesprochen hat und nun kann jeder der das gleiche Passwort hat, dass Rufsymbol sehen, egal welches Level oder welche Ausrüstung der jeweilige Spieler trägt. Das hat sich besonders bemerkbar gemacht, als zwei meiner Freunde etwas später angefangen haben. Sie waren vom Level her weit unter mir wodurch ich ihnen in den Vorgängern nicht hätte helfen können, doch nun konnten wir einfach das gleiche Passwort bei uns festlegen und ich konnte ihnen ohne Probleme helfen. Wenn man nun zu seinem Freund gerufen wird, der unter dem eigenen Level ist, werden die Attribute angepasst wodurch man einen ähnlichen Schaden macht und nicht einfach durch Gegner durch rennen kann.

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Visuell

Kommen wir nun zur Grafik welche Dark Souls 3 uns bietet. Alles in allem sieht Dark Souls 3 wunderschön aus, natürlich gibt es hier und da mal Stellen die nicht ganz so schön aussehen, jedoch muss man dieses wirklich suchen, da sie wirklich selten sind. Dark Souls 3 sieht optisch nach einer Mischung aus Dark Souls 1 und Bloodborne aus, was sehr stimmig wirkt. Häufig trifft man an einigen Stellen im Spiel Referenzen zu den Vorgängern. Man kann sagen, dass in Dark Souls 3 von sämtlichen Vorgängern etwas eingeflossen ist und das fühlt sich sehr gut und stimmig an. Da wäre die Feuerhüterin, welche einen an die „Maiden in Black“ aus Demon’s Souls erinnert, die Throne welche so angeordnet sind wie die Keilsteine aus Demon’s Souls, die „Shrine Handmaid“ erinnert an die Frauen vom Anfang von Dark Souls 2, der Schmied Andre aus Dark Souls und vieles mehr.

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Die Bosse sind alle sehr gut gelungen, die meisten Bosse haben nun auch mehrere Phasen was den Bosskampf dann nochmal anspruchsvoller macht. Optisch sehen sie auch sehr gut aus, kein Boss gleicht dem anderen und jeder ist auf seine Art und Weise fordernd.

 

Performancekritisch

Dark Souls 3 hat leider auch noch einige Schwächen, was die Performance angeht. Ich habe es auf der Xbox One gespielt und an einigen wenigen Stellen konnte man merken wie die Framerate leicht unter 30 Fps gegangen ist. Hin und wieder ist es außerdem vorgekommen das Gegner durch eine Wand gerutscht sind und dort dann feststeckten. Ein weiteres Problem hat Dark Souls 3 scheinbar mit dem Online Modus, ein Kollege von mit muss jedes Mal vor dem Starten von Dark Souls 3 einen Download starten damit die Kalibrierung funktioniert. Ich hatte das Problem das Dark Souls 3 sich wohl verbinden konnte, ich jedoch kein Phantom rufen konnte, außer ich habe meine Konsole vorher komplett vom Strom getrennt, dann funktioniert alles wieder. Das sind alles Probleme welche zwar ärgerlich sind, jedoch durch Patches behoben werden können.

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Gameplay100
Visualisierung90
Story & Integration85
Genre-Wertung85
Feedback90
Positiv
Anekdoten zu den vorherigen Titeln
Passwortsystem
Kampfmechaniken
Negativ
Leichte FPS-Drops
Probleme mit der Verbindung
90
Dark Souls 3 hat viele Stärken und weiß auch wie es diese Ausspielen muss. Jedes Gebiet ist fordernd und bietet viele unterschiedliche Gegner. Die Bosse sind anspruchsvoll und brauchen eine gewohnte Vorbereitung. Durch die vielen neuen Möglichkeiten im Gameplay spielt sich Dark Souls 3 schneller und weit aus Flexibler. Die verschiedenen Durchspielmöglichkeiten bieten einen sehr hohen Wiederspielwert. Die technischen Probleme stören den Spielfluss nicht und kommen auch nur selten vor.