Morgen startet die 6. Staffel von Game of Thrones und zum ersten Mal wissen auch wir Buchleser nicht was passieren wird, aber darum kümmern wird uns morgen. Heute lassen wir die bisherigen fünf Staffeln Revue passieren, denn in dieser Top 5 zeige ich die meiner Meinung nach besten Momente aus Game of Thrones.

Da diese Top 5 Liste über Staffel 1 bis 5 geht, muss ich hier sagen, dass ihr zwingend alle bisherigen Staffeln gesehen haben solltet. Natürlich werde ich versuchen über die genannten Szenen hinaus nicht zu viel zu verraten, aber ein kleinwenig muss ich dann doch vorwärts gehen. Gleichzeitig wird unter jedem Moment das Video im Originalton laufen. Doch jetzt genug davon und ich wünsche euch viel Spaß, Gänsehaut und hiermit eine Menge Vorfreude auf Staffel 6.

Platz 5: Power is Power

In dieser Szene sehen wir Petyr „Littlefinger“ Baelish und Cersei Lannister. Darin spricht Littlefinger die vermeintliche inzestuöse Beziehung zwischen Cersei und ihrem Bruder Jaime an und das die berühmten Familien vergessen haben, das Wissen Macht bedeutet. Cersei zeigt ihm aber etwas anderes. Von ihren Wachen lässt sie ihn gefangenen nehmen, gibt den Befehl ihm die Kehle durchzuschneiden und prompt zückt einer ihrer Wache ein Messer. Kurz vor dem Schnitt ändert sie ihre Befehle und lässt ihn frei. Im Anschluss fallen die bekannten Worte: „Power is Power.“ Damit zeigte sie ihm, dass Wissen alleine nicht ausreicht und manchmal es schon reicht einen Trupp von Soldaten zu haben, die jeden Befehl ohne zu zögern Folge leisten. Nun, hätte sie ihm die Kehle durchschneiden lassen, wäre ihr erstgeborener Sohn vielleicht noch am Leben.

Platz 4: Red Viper vs. The Mountain

Tyrion wurde gefangenen genommen, da er Joffrey vergiftet haben soll. Doch auch wenn er unschuldig ist, spricht alles gegen ihn und so sah er nur eine Möglichkeit: ein Trial by Combat. Während Ser Gregor „The Mountain“ Clegane als Streiter für die Krone steht, entschloss sich der Prinz von Dorne, Oberyn „Red Viper“ Martell, sich an die Seite von Tyrion zu stellen und somit den Mörder seiner Schwester, die vom Mountain vergewaltigt und im Anschluss, genau wie ihre Kinder, getötet wurde, zu rächen. Während Oberyn über den gesamten Kampf hinweg sein Geständnis hören will, ist der Kampf doch zunehmend ausgeglichen. Letztendlich konnte die Schnelligkeit von Oberyn über die rohe Kraft von Ser Gregor die Oberhand gewinnen und mit cleveren Zügen brachte er den Berg zum Einstürzen. Allerdings tötete er ihn nicht sofort, sondern will nach wie vor sein Geständnis hören, unter anderem auch wer ihm den Befehl gab. Dies war leider sein letzter und einziger Fehler, den er begann. Ser Gregor holte ihn von den Füßen, schlägt ihm die Zähne aus und lässt Oberyns Kopf platzen wie eine Melone, dabei gesteht er ihm tatsächlich alles. Doch für Oberyn ist es zu spät und somit auch für Tyrion, der nun seinem eigenen Tod ins Auge blicken muss. Dieser Zweikampf ist klasse inszeniert und zeigt zwei sehr unterschiedliche Arten von Kämpfern und auch wenn Ser Gregor gewinnen konnte, so „starb“ er trotzdem, denn wie es sich für eine Viper gehört, war die Speerspitze von Oberyns Speer in ein tödliches Gift getränkt worden.

Platz 3: Chaos is a Ladder

Für die meisten von uns ist Chaos nichts Gutes. Es bedeutet für uns Unordnung, manchmal auch Verwirrung oder Ungerechtigkeit. Doch für manche ist Chaos etwas Gutes, für sie ist eine Leiter die sie erklimmen können. In einem Gespräch zwischen Varys und Peter Baelish geht es genau darum, denn während für Varys Chaos eine Grube ist, aus der man nie wieder her herauskommt, ist es für Peter eine Leiter, die man erklimmen kann. Doch viele schaffen es nicht und fallen von der Leiter und diese Person werden nie wieder die Chance haben es erneut zu versuchen. Es ist eine perfekte Rede zwischen den beiden Marionettenspielern des Game of Thrones, des Spiel um den Thron. Gleichzeitig passen die gezeigten Szenen, während Peter seine Ansprache hält, perfekte Bilder zu dem was er sagte: Viele versuchen es, jedoch versagen die meisten.

Platz 2: Dracarys

In Astapor, auch bekannte als „Red City“, steht eine folgenschwere Entscheidung für die Mother of Dragons bevor. Für 8.000 Unsullied, das sind Sklaven die zu Eunuchen gemachten wurden und zu Elitesoldaten ausgebildet wurden, will der Meister dieser einer der Drachen von Daenerys haben, denn auf anderen Weg könnte sie diese nicht kaufen und sie brauchte diese Sklaven um Westeros zu erobern. Und obwohl sie die besten Krieger der bekannten Welt sein sollen, ist die Frage ob sie dennoch einen echten Drachen wert sind? Dennoch geht die Mother of Dragons auf das Angebot ein und übergibt dem Meister Drogon. Während der gesamten Zeit spricht der Meister in High Valyrian, von dem alle ausgingen, dass Daenerys diese Sprache nicht sprechen kann. Daraufhin beleidigte der Meister sie stätig, was die Übersetzerin und spätere Vertraute von Daenerys aber gekonnt außen vor lässt. Nachdem der Tausch, Drogon gegen Peitsche, abgeschlossen war, offenbarte sie, dass sie High Valyrian sprechen kann und gab den Unsullied die Befehle jeden Sklavenhändler umzubringen, aber alle Sklaven die in Ketten liegen zu befreien und während so gut wie alle noch im überraschten Zustand sind, gibt die Mother of Dragons Drogon mit „Dracarys“ Befehl den Meister zu verbrennen, was prompt geschieht. Ohne Zögern folgen die Unsullied den Befehl und verwandeln die Stadt in ein verbranntes Blutbad. Im Anschluss schenkt die gutherzige Daenerys, die „Breaker of Chains“, allen Unsullied die Freiheit und die Möglichkeit dorthin zu gehen, wo sie hin möchten. Doch geschlossen folgen sie ihrer Befreierin auf ihrem Feldzug durch die Slaver’s Bay. Für mich definitiv einer der besten und definitiv unter den epischsten Badass Szenen der gesamten Serie. Getoppt wird das nur von der Nummer 1.

Platz 1:Tyrions Rede

Zurück zu Tyrion, vor dem Trial by Combat, das von ihm ausgerufen wurde, gibt es eine Anhörung, um Tyrions Schuld für Joffreys Tod zu beweisen. Während Jaime seinen Bruder eigentlich mit einem Angebot an ihren Vater das Leben rettet, durch das Tyrion an die Wall geschickt werden soll und Jaime als rechtmäßiger Erbe von Tywin fungieren soll, ändert sich alles, als Tyrions Geliebte Shae, die er zu ihrer eigenen Sicherheit fortschickte, zurückkehrte und eine Aussage tätigte, die sein Schicksal besiegeln sollte. Sie sprach davon, wie Tyrion und Sansa Stark den Mord an Joffrey planten. Daraufhin wünschte Tyrion sein Geständnis abzulegen, was ihm gestattet wurde. Doch statt den Mord zu gestehen, gesteht er etwas anderes. Er gesteht ein Zwerg zu sein, woraufhin von Tywin entgegnet wird, dass er nicht vor Gerichte stehe weil er ein Zwerg sei. Was daraufhin folgte ist die wohl beste Rede die es jemals gab und schauspielerisch ist sie absolut Oscarwürdig. Ein Grund mehr Tyrion zu lieben, wenn man diese Rede hört.