Die französische Guild Wars 2-Fanseite GW2Shop hatte ein Interview Narrative Designer Ree Soesbee. In diesem geht es vorzugsweise um die Geschichte des Spiels. Die Übersetzung des Artikels hat hierbei ArenaNet selbst übernommen.

F: Einige tyrianische Völker, wie Quaggan, Kodan, Skritt oder sogar Largos haben ihren ersten Auftritt in Guild Wars 2. Diese Völker haben eine eigene Geschichte und ihr Ursprung liegt möglicherweise noch vor dem ursprünglichen Guild Wars. Warum haben die Menschen sie nicht schon vorher gefunden?

A: Es gab viele Völker in Tyria, denen die Menschen in Guild Wars® noch nicht begegnet waren, entweder, weil diese Völker tief unter der Erde lebten (wie die Asura und Skritt) oder tief im Meer (Largos und Quaggan). Erst, nachdem die Drachen erwachten und große tektonische Veränderungen hervorriefen, trafen die Menschen auf die Kodan, die weit im Norden lebten, aber durch die Umwälzungen nach Süden verschoben wurden.

F: Es scheint, wenn einer der Alt-Drachen getötet wird, bekommen die anderen mehr Kraft, weil ihnen dann mehr Magie zur Verfügung steht. Wäre es möglich, dass der letzte von ihnen so mächtig ist, dass die Spieler den letzten Kampf verlieren? Wir wissen, dass ihr immer gern dafür sorgt, dass die Taten der Spieler Konsequenzen in der Welt haben, in der wir spielen, also ist dieses Szenario möglich?

A: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten; die Tyrianer lernen erst jetzt mehr über die Alt-Drachen, wie man sie besiegt und was passiert, wenn einer besiegt wird. Wir können natürlich spekulieren, was passiert, wenn nur noch ein Alt-Drache übrig ist, aber niemand weiß das sicher.

F: Ist der Bogen in den Deverol-Gärten in Löwenstein ein Hinweis auf künftige Hochzeiten zwischen Spielern? Oder ist dieser Ort nur für die Kreativität von Rollenspielern da?

A: Er wurde geschaffen, um Spielern einen Ort zu geben, an dem sie Hochzeiten oder andere wichtige Events abhalten können. Wir haben außerdem eine Hochzeits-Gewandung im Edelsteinshop, um solche Rollenspiele noch stärker zu unterstützen. Guild Wars 2-Fans sind große Rollenspieler und wir stellen ihnen gern die Mittel zur Verfügung, die sie brauchen, um große und wichtige Events zu veranstalten!

F: Während der Beta von Guild Wars 2: Heart of Thorns™ sagte ein NPC: „Seht Euch doch um. Den Pakt gibt es nicht mehr!“ Wurde der Pakt offiziell aufgelöst oder ist er nur sehr geschwächt?

A: Der Pakt wurde durch die Events in Guild Wars 2: Heart of Thorns geschwächt, existiert aber noch. Die Mission, Tyria vor den Alt-Drachen zu beschützen, ist noch immer wichtig und viele Leute über alle Völker hinweg glauben noch immer fest an dieses Ziel. Daher hat der Pakt noch immer Rekruten und ist existent.

F: Wir wissen noch immer nicht, wie und warum sich Tequatl nach dem Tod seines Meisters entwickelt hat. Gibt es irgendwelche Hinweise?

A: Wenn ein Alt-Drache stirbt, verpufft seine Magie nicht einfach. Sie verschwindet nicht. Die Kreatur selbst ist tot, aber die Magie, die sie durch ihre Kreationen in die Welt brachte, ist noch immer vorhanden. Tequatls Entwicklung ist eine Nachwirkung des Todes von Zhaitan. Die Magie, die genutzt wurde, um Tequatl zu erschaffen, wird nicht mehr von Zhaitan kontrolliert, sie existiert aber weiterhin in Tequatl. Daher erlebt sie, wie so häufig bei unkontrollierter Magie, eine Entwicklung und formt sich selbst.

F: Seit dem Release des Spiels haben wir Trahearne den Nekromanten stolz das Großschwert Caladbolg schwingen sehen — genau wie die neue Elite-Spezialisierung des Schnitters! Ist das ein Zeichen oder ist Trahearne der erste Schnitter? Und was ist mit Marjory und dem Großschwert der Delaqua-Familie?

A: Viele Leute verwenden Großschwerter. Das ist keine Andeutung und auch kein Hinweis auf die Schnitter-Spezialisierung. Sorry!

F: Nach all den Erfolgen, die wir in diesen drei Jahren hatten, warum sind die Tengu noch immer so feindselig? Schließlich haben wir Zhaitan getötet, Scarlet besiegt (die ihnen nahestand) und den Schatten des Drachen vernichtet.

A: Die Tengu sind ein sehr kompliziertes Volk, voller Bürokratie und Kriegerprüfungen. Sie brauchen sehr lange, um anderen Völkern zu vertrauen — sie wurden in Cantha gejagt — und es würde vieler Diskussionen zwischen ihren Großmeistern erfordern, bevor sie sich auf irgendeine Art von Vertrag mit den anderen Völkern einlassen. Viele Tengu möchten gern Frieden mit den anderen Völkern schließen, aber im Moment tragen sie ihre Argumente noch den Anführern des Herrschaftsgebiets vor.

Wenn du Leiter einer Guild Wars 2-Fansite und daran interessiert bist, ein Interview mit einem Mitglied unseres Entwicklerteams zu führen, kontaktiere uns bitte per E-Mail an Community@Arena.Net. Wir hören uns gern Ideen für eine künftige Zusammenarbeit an!