Nach der Alpha im Dezember und Januar, sowie der großen Beta im Februar folgt nun der Release des Ubisoft Open World Titels The Division für alle Plattformen. Für den PC, die Xbox One und Playstation 4 will Entwicklerstudio Massive Entertainment zusammen mit Red Storm Entertainment einen würdigen Kontrahenten für den Party Shooter Destiny, finden.

Ubisoft kündigte The Division zwar nie als einen Widersacher des immens teuren Third-Person-Shooters Destiny an, den Interessierten beider Spiele wurde aber schnell klar, dass es The Division mit Destiny aufnehmen muss, um ein ansprechendes Spiel zu sein. Wir blicken heute zurück auf die Veränderungen von Alpha, Beta und der Vollversion und nehmen den Open World Titel genauer unter die Lupe.

 

Pandemie

Die Apokalypse ist über Manhatten und den Großraum der Metropole New York hereingebrochen. Es ist Black Friday, die Straßen gefüllt mit Menschen, die sich wie Tiere über günstige Waren stürzen und dabei versuchen den größt möglichen Profit zu schlagen. Beim Tumult um den schwarzen Freitag infiziert eine unbekannte Organisation Geldscheine mit einem einzigartigen Virus, der die Bevölkerung binnen fünf Tagen nahezu komplett auslöscht. Anarchie bricht aus, der Big Apple wird abgeriegelt und vom Militär hermetisch kontrolliert. Die einzige Chance die Kontrolle in der Stadt wiederherzustellen ist die Division, eine Gruppierung aus Spezialagenten, die für Sicherheit und Ordnung innerhalb er Sperrzone sorgen soll. Die Agenten der Division schlagen sich von Brooklyn über Manhatten in den Big Apple und sichern die Stadt von Südwest bis Nordost, um herumstreifenden Banditen, Cleanern und Plünderern und Einhalt zu gebieten.

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Neber der eigentlichen Sperrzone rund um Manhattan haben die Agenten auch die Aufgabe die hochgradig infizierte Dark Zone, dem zentralen Pandemiepunkt der Metropole, südlich des Central Parks, von gegnerischen Einheiten zu befreien und in der PvP Zone um Währung und Waffen zu kämpfen. Der eigentliche Knackpunkt der Tom Clancy’s Schilderung liegt aber vielmehr darin das Headquarter nahe des Madison Square Gardens unter die eigene Truppengewalt zu stellen und im Laufe des Spiels auszubauen. Die Story verdient dabei zwar keinen Golden Globe Award, passt aber zum Setting, fesselt gelegentlich durch einzelne Charaktere, kann aber nicht in allen Situationen überzeugen, auch wenn die Voice-Actors der einzelne  Protagonisten einen guten Job machen. Typisch Tom Clancy halt.

 

Base of Operations

Anhand von drei Hilfsgütern wird die Basis in den Kategorien Medizin, Technik und Sicherheit ausgebaut, um Skills freizuschalten und den Charakter anhand von Fähigkeiten zu verbessern. Neben den Verbesserungen des eigenen Charakters entwickelt sich dadurch parallel die Basis und schaltet dem Spieler interessante und nützliche Features frei, die beispielsweise Zugriff auf neue Charaktere oder Aufgaben gewährt. Die Base of Operations dient außerdem als zentraler Punkt für Crafting, Lager und Handel. The Division gewährt uns dabei ein ausgefeiltes System aus Zerlegung von Waffen, Modifikation durch Objekte an der Waffe, sowie skinbasierten Veränderungen. Die Skins und Modifikationen lassen sich dabei einfach durch das Erfüllen von Aufgaben, sowie dem Ausschalten von Gegnern erreichen. Objekte können dann auf der Waffe montiert und entfernt werden, um den DPS-Wert oder einzelne Attribute der Waffe zu verändern. Der angesprochene Schadenswert ist dabei aber nicht immer repräsentativ für die eigentliche Wirkung der Waffe, sondern spiegelt vielmehr einen definitiven Anhaltspunkt für den Schaden wieder und nicht für die Handhabung der Waffe, wie Recoil oder Nachladezeit.

Die Ausbauten des eigenen Charakters spiegeln sich in Fähigkeiten wieder, bei denen wir beispielsweise ferngesteuerte Granaten werfen können, Turrets aufbauen und Heals an Verbündete verteilen. Eine eigene Heilfertigkeit steht aber jedem Spieler zur Verfügung. Besondern bei mehreren Squadteilnehmern sollten diese Fähigkeiten untereinander abgestimmt werden und sie verschaffen uns so ganz eigene Möglichkeiten einen Kampf zu bestreiten.

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Durch das Craften von Waffen haben wir die Möglichkeit über Blueprints unsere Kampfgeräte zu erstellen, die wir mit zufallsbasierten Werten an der Craftingstation anfertigen. Gefällt uns ein Bestandteil der Waffe nicht haben wir die Möglichkeit die Waffe erneut zu Zerlegen, büßen dadurch Materialien ein, können aber von einer erneuten Chance profitieren. Das Crafting ist dabei recht simpel gehalten, kann aber durch die etwas Geduld zum gewünschten Ziel führen und frustet nur gelegentlich.

 

Aufgabenverteilung

In The Division haben wir die Möglichkeit im Coop Team von bis zu vier Mann sämtliche Aufgaben im Verbund zu erfüllen. Quests, Einnahmen und Instanzen können gemeinschaftlich gelöst werden und fordern je nach Anzahl der Teilnehmer mal mehr und mal weniger. Nach erstmaligem Erfüllen einer Instanz, wie die des Madison Field Hospitals, können wir den Lauf erneut starten und die Schwierigkeit anpassen. Bei höherem Anforderungsgrad wird eine Instanz somit zu einem würdigen Unterfangen und kann, neben der sich wiederholenden Geschichte, überzeugen.

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Durch die Schnellreise können wir unser Team außerdem ganz simpel aufteilen und bereits an mehrere Punkte reisen, um Mitglieder dann nachzuziehen. Aufgrund der teils recht langen Laufwege kann das Schnellreisesystem viel Zeit sparen und lässt uns nicht immer wieder die gleichen Kulissen im heruntergekommenen Manhattan anschauen. Je nach Level und Infizierungsgrad schalten wir weitere Teile der Karte frei und haben Zutritt in große Teile des Big Apples in östliche und nördliche Richtung.

 

Cleaning

Im Laufe der Freischaltungen treffen wir auf verschiedene Gegnertypen, darunter zum Beispiel die Cleaner, vor denen man sich, allein durch ihre enorme Belastbarkeit, in Acht nehmen sollte. Je nach Typ müssen wir unterschiedliche Strategien der Bekämpfung verfolgen um zum Ziel zu gelangen: Der Ausschaltung. Durch das taktisch ansprechende Deckungssystem, das wir zum Teil aus anderen Tom Clancy Spielen kennen, können wir durchdachte Strategien fahren und uns, je nach Situation, an Deckungen lehnen, stehend hinter Objekten hervorschießen oder geduckt an einer Barrikade hocken. Das System wirkt dabei ausgereift, verschafft überblick und ist exzellent umgesetzt. Auch das Hechten von Deckung zu Deckung ist gut umgesetzt und kann besondern in Kampfsituationen überzeugen.

 

Dark Zone

Die Dark Zone stellt den PvP-Bereich der Karte dar, den wir ohne Ladezeit betreten können. Entweder hüpfen wir über die Mauer an verschiedenen Punkten der Karte oder wir verschaffen uns Zutritt über die regulierten Dark Zone Eingänge, in denen uns zudem ein Shop, sowie eine Nachschubkiste zur Verfügung steht. In der Darkzone selbst machen wir es uns zur Aufgabe feindliche Gruppierungen zu bekämpfen und so an Waffen oder Schlüssel zu gelangen. Die dort erhaltenen Waffen können wir aber nicht direkt aus der Dark Zone mitnehmen, sondern müssen diese mithilfe eines Lasthelikopters extrahieren.

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An dieser Stelle kommen die gegnerischen Agenten ins Spiel. Wird eine Extraktion gerufen wird in einem bestimmten Umkreis um den strategischen Punkt die Abholung für jeden Spieler sichtbar. Es liegt dann an den Agenten die Extraktion aufzuhalten und gegen die andere Gruppierung anzugehen, oder gemeinsam auf diese zu warten. Entscheiden sich Spieler für den Kampf, werden sie, je nach vorheriger Auslegung, als Rogue markiert und somit, ebenso wie der Abholpunkt, für andere Spieler als diese gekennzeichnet. Das Töten eines Rogues bringt hier mehr Währung, die wir einem getöteten Spieler abnehmen, sowie seine Waffen und seine Schlüssel, für Kisten in Häusern und dem Untergrund.

Rogues besitzen eine ablaufende Zeitanzeige, die sie verlieren, wenn sie außerhalb des Kampfes stehen. Im Kampf erhöht sich diese bis auf einen maximalen Wert und bleibt dann solange stehen, bis der Rogue Status verloren geht, oder der Rogue getötet wird. Das gesamte Rogue System ist zwar nicht unbedingt neu, bringt für PvP-Spieler und besondern für zwischendurch aber eine menge Spaß mit sich. Vor allem im Team lassen sich tolle Kämpfe bestreiten und wir müssen viel Wert auf Taktik und Strategie legen. Das gilt insbesondere dann, wenn wir Gegner mit Granaten oder Turrets aus der Deckung locken.

 

Blendend

Auf der E3 vor rund zwei Jahren zeigte uns Ubisoft einen strahlenden und unglaublich grafikrealistischen Trailer zu The Division. Ist heute noch viel davon übrig geblieben? Nun, wir haben zwar nicht mehr die Version aus der E3 vorliegen, The Division sieht aber dennoch unglaublich toll aus. Playstation 4 und Xbox One hinken hier zwar physikalisch hinterher, bringen es aber dennoch auf eine der besten Grafikleistungen für die aktuelle Konsolengeneration. Auf dem PC sieht The Division wie erwartet grandios aus, verfügt über zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und ist exzellent portiert.

Hier fallen beispielsweise zerschossene Fensterscheiben auf, die physikalisch korrekt brechen. Oder die vielen kleinen Einschusslöcher, die Holz zum bersten bringen, oder auch die Global Illumination, die Lichtreflexionen und Eindrücke einfangen und besondern Lichtquellen realistisch darstellen. Das Advances Particle System tut da, insbesondere bei Schnee, seinen Rest. Alles in allem ist The Division grafisch toll anzusehen, zwar nicht so schön wie die Demo, aber würdig für alle Grafikfetischisten.

In Sachen Sound kann The Division nicht überall überzeugen. In der ferne ertönende Geräusche wirken zwar realistisch und füllend, die eigene Waffe in der Hand hört sich teilweise aber viel zu blechern an und erinnert an öde Plastikwaffen, die wenig Wumm haben. Das ist schade, denn Hintergrundgeräusche und Atmosphäre passen wunderbar in das Setting der Division. Nichts desto Trotz kann das Voice-Acting, wie schon im beginn des Reviews erwähnt, voll überzeugen und lässt Charaktere glaubwürdig erscheinen.

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The Division hält, in den meisten Kategorien, was es verspricht. Lang anhaltende Action in einem exzellenten Deckungssystem, mit einer stabilen Story und einer nicht öde werdenen PvP-Zone. Dazu eine Priese Crafting, Looten und Leveln sowie ein tolles optisches Feedback.

The Division ist bei weitem kein Meisterwerk. Destiny darf dennoch einpacken. Gut gemacht!
Gameplay85
Visualisierung90
Story & Integration75
Genre-Wertung90
Feedback80
Positiv
Tolles Setting und Grafik
Exzellentes Deckungssystem
Ausgefeiltes Gameplay in Instanzen und auf der Straße
Negativ
Blecherne Sounds
Unspektakuläre Story
Ödes Questdesign
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