Erstmals haben wir in diesem Jahr auch zwei Awards in negativen Kategorien ausgewählt. Zum einen der gestrige Award in der Kategorie „Größte Enttäuschung“ und zum anderen der heutige, letzte Award, in der Kategorie „Schlechtestes Spiel“. Beide negativen Kategorien haben etwas gemeinsam, sie sind eigentlich kein Award, den man besitzen möchte. Der Unterschied beider Kategorien ist der, das ein enttäuschendes Spiel nicht zwangsweise schlecht sein muss, das gilt allerdings nicht für die heutige Kategorie.

Schlechte Spiele gibt es wie Sand am Meer. Wir brauchen lediglich in die Steam Greenlight Datenbank zu schauen und finden auf Anhieb das non plus ultra der schlechten Spiele. Das zieht sich von enthusiastischen Spielemachern, die sich an ihrem ersten Projekt versuchen und dabei gnadenlos scheitern, bis hin zu etablierten Indie-Studios die wohl eine oder mehrere schlechte Entscheidungen in ihrem Entwicklungsverlauf getroffen haben.

Aber welche Wahl würden wir treffen, wenn wir all diese Spiele, die sich kaum erfassen lassen, in einem Pool werfen und darauf den schlechtesten küren? Nun, nichts zufriedenstellendes wohl möglich. Daher konzentrieren wir uns beim „Greatest Disappointment“ auf mediale Spiele, die man wenigstens vom Hören-Sagen kennt. Die wahl konnte dabei nur auf einen Titel fallen:

Hatred von Destructive Creations

Schon im Vorfeld sorgte Hatred für viel Diskussionsstoff. Der Mix aus brutaler Action und Bezug zum Protagonisten schien in den ersten Trailern die größten Befürchtungen hervorzurufen. In unserem Test zu Hatred bestätigten sich diese und zeigten, dass Hatred kein Vorzeigeprojekt in Sachen Aufklärung ist, sondern vielmehr ein schlechter Abklatsch von „Hobo with a Shutgun“ oder „God bless America“. Die stumpfe Ermordung von Zivilisten und Polizisten in der Top-Down Sicht war dabei nicht mehr als einfallsloses Zielschießen ohne Idee und Hintergrundkritik.

Vorab erwarteten viele, dass Hatred neben der knallharten Action auch genügend Stoff zum Nachdenken hervorbrachte. Diese Erwartung erfüllte Destructive Creations in keiner Form und Hatred war lediglich ein uninspirierter Shooter, der mit Recht den Titel des wohl schlechtesten, medialen, Spiels 2015 tragen darf.

uebersicht

Über den Autor

Profilbild von Pascal Grawinkel

2009 habe ich mit und für euch PlayCrits gegründet. Seither informieren wir über die Welt der modernen Videospiele. Von mir gibt's dabei die Portion Action, Online und Roleplay. Allerdings nur auf dem PC. Sorry, Masterrace.

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