Auch im Jahr 2015 kamen wieder viele Neuerscheinungen auf den Spielemarkt, die wussten zu überzeugen (oder halt nicht). Wir erinnern uns in dieser speziellen Kategorie unter anderem an Star Wars Battlefront, Battlefield Hardline und Need for Speed aber auch Fallout 4 durfte man hier nicht außer Acht lassen.

Da es für uns das erste Mal war, das wir die Kategorie größte Enttäuschung in den Award mit einfließen lassen braucht es zuerst einmal eine kleine Einführung in die Thematik: In der Kategorie selbst geht es nicht darum das  schlechteste Spiel zu küren (dafür gibt es eine gesonderte Kategorie), sondern viel mehr welches Spiel die Erwartungshaltung am wenigsten erfüllt hat. Das betrifft sowohl das Gameplay als auch die Versprechungen, die im Vorfeld gemacht worden sind, und auch noch einige andere Dinge, die vor allem den Hype um ein Spiel betreffen. Wir haben uns die Entscheidung jedenfalls auch nicht leicht gemacht, denn es gab wieder einmal viel zu besprechen und zu bewerten.

Need for Speed von Ghost Games

Die Spitze der Enttäuschungen führt in diesem Jahr Need for Speed an, dicht gefolgt von Star Wars Battlefront, welche beide nicht wirklich geglänzt haben, was die Erfüllung der Erwartungen angeht. Need for Speed fungierte als typischer Blender als die Kontrahenten wie Star Wars, denn was man Vorfeld versprochen hatte, beispielsweise den Umfang, die Möglichkeiten und auch die Langzeitmotivation, bleibt durch den sehr schnell durchgespielten Singleplayer und den doch recht schwachen Multiplayer auf der Strecke. Es gibt zwar täglich neue Aufgaben, aber auch die halten sich in Grenzen sobald man einmal Level 50 erreicht hat. Freischaltungen gehören dann nicht mehr zur Tagesordnung.

Desweiteren besitzt der Spieler, wenn man den Singleplayer mal durchgespielt hat, auch jederzeit genug Geld, um sich jedes beliebige Fahrzeug zu kaufen und aufzurüsten. Auch die regnerische Nacht, in der wir uns grundsätzlich immer Fortbewegen, fasziniert nur am Anfang. Mit der Zeit fehlt einem einfach der Wiedererkennungswert, besonderer Gebäude, Treffpunkte oder anderen sehenswerten Abschnitten unterscheiden sich nur gering. Wer gerne driftet kommt in Need for Speed zwar auf seine Kosten, das generelle Fahrverhalten ist dabei doch sehr unrealistisch gehalten. Das spürt man nicht zuletzt an den nassen Straße, die keinen Einfluss auf das Fahrverhalten des Wagens haben. Need for Speed wurde ja für viele im Vorfeld als das neue, bessere Most Wanted oder Underground 2 gehalten, was sich im nachhinein aber nicht als wahr herausgestellt hat. Abschließend kann man sagen das Need for Speed verdienterweise den Award für die Enttäuschung des Jahres erhalten hat.

uebersicht