Das Jahr 2015 hatte nicht nur tolle Spiele, Soundtracks und Filme zu bieten, sondern auch jede Menge tolle Charaktere. Dabei fielen uns besonders, die vielen großartigen weiblichen Charaktere in den Videospielen des vergangenen Jahres auf. Daher überrascht es auch nicht, dass der PlayCrits Award 2015 für den besten Charakter dieses Mal an eine Frau geht.

Wenn man eine Umfrage zum Thema Lieblingsvideospielcharakter machen würde, würden sicher die altbekannten Generiesen und Stereotypen John-117 (Master Chief), Geralt, Mario oder Gordon Freeman ganz vorne landen. Dieses Jahr sind auch wieder einige dieser starken Mannen mit neuen Spielen ihrer Franchises am Start und konnten sich in unzähligen Abenteuern beweisen. In den letzten Jahren, konnten sich aber immer mehr Frauen in der edlen Riege der Spielehelden etablieren.

Ganz vorne mit dabei sicher die junge Lara Croft, die seit dem Reboot der Reihe 2013, wesentlich vielschichtiger und menschlicher wurde. Auch der zweite Teil der Tomb Raider Reihe von Square Enix setzt diesen positiven Trend fort. Lara ist nach Ihrem Abenteuer auf der Insel aus Teil eins, wesentlich selbstischerer und stärker, entwickelt sich angesichts neuer Gefahren und vor allem in der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit noch einmal weiter. Eine ebenfalls junge Dame, im Kampf mit der eigenen Vergangenheit ist wohl Ciri, die Adoptivtochter Geralts aus der Wichter 3: Wild Hunt. Gerade die Passagen mit Ciri machen in den rauen Zeiten rund um die nördlichen Königreiche und Nilfgaards sehr viel Spaß.

Aber nicht nur die Blockbuster unter den Spielen lieferten dieses Jahr tolle, vielschichtige Frauen. Auch kleinere Titel, wie das Indiegame Undertale oder der Square Enix Titel Life is Strange, wateten mit tollen Ladies auf. Toriel, Undyne und Alphys sind nur einige der starken Persönlichkeiten, die man auf seinem Abenteuer durch den Untergrund in Undertale trifft.

Max Caulfield aus Life is Strange

Am meisten überzeugt und in ihren Bann gezogen, hat uns aberMax Caulfield aus Life is Strange. Denn das übernatürliche Teenieabenteuer in der Stadt Arcadia Bay macht gerade wegen der toll geschriebenen Charaktere so viel Spaß. Max ist anfangs das typische Mädchen von nebenan: Naiv, talentiert in der Fotografie, will raus in die weite Welt und es doch nur allen recht machen. An das Schicksal ihrer besten Freundin Chloe gebunden, muss Max aber über sich hinaus wachsen und Entscheidungen treffen, die so gerne wohl niemand treffen würde.

Gerade an der Seite besagter Chloe ist es immer wieder ein Genuss Max durch ihr Leben zu steuern, denn Chloe is wohl das genau Gegenteil von Max, eine rebellisches Teenager Mädchen, aus kaputtem Elternhaus. Diese zwar nicht unbedingt neue, aber nichtsdestotrotz liebenswerte Kombination verleiht Life is Strange seinen Charme und daher zeichnen wir die Protagonistin Max gerne mit usnerem PlayCrits Award 2015 als besten Charakter des Jahres aus.

uebersicht

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Profilbild von Moritz Bünte

Freund des eskalativen Kuschelns, fitnessorientierter Bewegungsabläufe und erfreue mich jederweder hodorschen Lyrik.

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