Nach vielen Überraschungen und Enttäuschungen in der Videospielbranche neigt sich ein weiteres Jahr dem Ende zu. Zum Abschluss des Jahres haben wir uns, wie auch letztes Jahr, zusammengesetzt um die besten Spiele des Jahres 2015 zu würdigen. Den Anfang dabei macht heute unser Spiel des Jahres 2015.

Wieder einmal neigt sich ein Jahr zuende und es ist an der Zeit die besten der Besten zu küren. In dem nun fast vergangenen Jahr haben wir viel erlebt, gespielt und uns über so manches gefreut. Gleichzeitig haben wir uns allerdings auch geärgert, wurden enttäuscht und haben so einige Titel gar verflucht.

Bevor wir allerdings zu diesen Kategorien kommen, widmen wir uns dem Award für das beste Spiel des Jahres 2015. Was war das denn für ein Jahr? Fallout 4, Star Wars: Battlefront, The Witcher 3, Rise of the Tomb Raider um nur einige der ganz großen AAA-Titel zu nennen. Auch kleinere Spiele, wie Undertale und Ori an the Blind Forest haben uns in ihre Welt gerissen und begeistert, während wir uns in Titel wie Rocket League erbarmungslose Multiplayermatches geliefert haben.

Es gibt in diesem Jahr sicherlich viele Videospiele, die den Titel „Game of the Year“ verdient hätten. Doch ein Titel konnte sich noch einmal deutlich von den vielen hervorragenden Spielen, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden, abheben. Dabei geht es in erster Linie um das Gesamtpaket des Spieles und nicht nur um einzelne Aspekte. Besonders die Frage nach der durchgehenden Immersion kommt hier stark zur Geltung. Schafft es ein Spiel den Spieler zu fesseln, in der Spielwelt zu halten und dabei an so wenigen Stellen wie möglich die Immersion zu brechen? Dabei ist besonders das Zusammenspiel der einzelnen Aspekte wie Soundtrack und Visualisierung wichtig um eine glaubwürdige Welt zu erschaffen. Selbst einzelne Personen wie Toby Fox (Undertale) könnne durch Zusammenspiel von Dialog, Soundtrack und Visualisierung wahre Wunder bewirken. Viele Entwickler hingegen vergessen allerdings diesen wichtigen Aspekt wodurch zwar einzeln für sich betrachtet viele hochwertige Elemente entstehen, die sich allerdings Gegenseitig behindern, anstatt im wechselseitigen Zusammenspiel eine immersive Welt zu erschaffen.

Diese Kriterien erfüllt das Spiel des Jahres zu unserer vollsten Zufriedenheit. Es ist bislang eines der besten Rollenspiele dieses Jahrtausends, wenn nicht sogar das Beste, da sich sowohl Visualisierung, Soundtrack und Storytelling auf dem höchsten Niveau befinden.

Die Rede ist natürlich, wie die meisten sicherlich schon geahnt haben, von unserem Spiel des Jahres:

THE WITCHER 3: WILD HUNT von CD Projekt Red

Überzeugen konnte uns The Witcher 3: Wild Hunt durch die schon fast absurd große Spielwelt, die voll vertonten und hervorragend inszenierten Charaktere und die wunderschöne Spielwelt sowie dem atemberaubenden Soundtrack. Besonders aber das bereits angesprochene Gesamtpaket kommt bei The Witcher 3 vollstens zur Geltung. Die Soundeffekte, Animationen, Musik und Wetterefekte überzeugen auch aufgrund der detailverliebeten Landschaft und der hohen Grafikstandards von CD Projekt Red. Neben dem Kampfsystem, welches immer noch sehr gut ist, und einigen verwaschenen Texturen gibt es kaum nennenswerte Kritikpunkte. The Witcher 3: Wild Hunt ist aber nicht nur aufgrund seiner spielerischen Qualitäten unser Spiel des Jahres. Für die nächsten Jahre wird The Witcher den Maßstab für kommende Rollenspiele setzen. Natürlich auch für CD Projekt Reds nächstes Projekt: Cyberpunk 2077.

Die Spieleindustrie befindet sich in einem stetigen Wandel und Videospiele wie The Witcher 3: Wild Hunt und Rise of the Tomb Raider, aber auch Titel wie Undertale oder Ori and the Blind Forest, sind dringend notwending und wegweisend für die nächste Generation der Videospiele. Unabhängig vom Budget können sowohl im Indie-Bereich als auch bei AAA-Developern geniale Spiele und neue Konzepte entstehen, welche als Vorbild und Inspiration für andere und auch zukünftige Entwickler dienen.

uebersicht

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Profilbild von Danny Heinrich

Freund von gepflegten Strategie- und Rollenspielen sowie des sinnlosen klickens von Kreisen auf dem Bildschirm zu fernöstlichen Melodien.

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