Es ist ein hoch gestecktes Projekt, dass sich der Informatiker Fabian Krüger da ausgedacht hat. Mit seinem siebenköpfigen Team, bestehend aus Spielern unterschiedlichster Berufsfelder, will der bekennende PC-Zocker ein Paradies für den Gamer schaffen. Das aufstrebende Projekt nennt sich „Der Bunker“ und soll schon im kommenden Jahr realisiert sein, wenn die Summe von rund 1,5 Millionen Euro gedeckt wird.

Bunker, das klingt im ersten Augenblick nach engen Gängen, nassen Wänden, muffigem Gestank und Kühle. Der Bunker allerdings soll etwas anderes werden und die Location steht erst seit Ende des kalten Krieges. Der ehemals als Nato Stützpunkt erbaute Zwei-Schichten Bunker verfügt über zwei Etagen, die jeweils 1.100qm² Platz bieten und somit genügend Raum für das Projekt Play – Eat – Stream – Repeat schaffen. Durch zwei mal zwei Meter dicke Wände herrschen auch im Sommer erfrischende 9° Grad, die Lan-Partys zwar nicht einfrieren lassen, aber für die nötige Abkühlung aller 600 Personen im Bunker sorgen.

© derbunker.xyz

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Über die Ulule Crowdfunding Plattform suchen Fabian, Hendrik, Anne, Matthias, Steffen, Tobias und Christian Unterstützer für das hoch gegriffene Projekt. Rund 1.5 Millionen Euro versuchen die sieben Spielenthusiasten von Ihren Foundern zu sammeln und somit sämtliche Umbauten, den Kauf des Grundstücks und weitere Features ins Leben zu rufen, sodass der Bunker bereits im kommenden August 2016 eröffnen kann. Neben zahlreichen Outdoor Aktivitäten, wie Paintball, Parkplätze, Grillecken und FPV Racings sind auch im Innenraum auf zwei großen Etagen enorme Veränderungen geplant. Dazu zählen fest installierte Konsolen und PCs, ein Bistro, ausgewählte Shops für Peripherie und Hardware, sowie die interne Vernetzung für geplante Lan-Partys.

bunkerlogoMit rund 5-10 GBit sorgt die geplante High-Speed Anbindung für genug Bandbreite um hunderte Spieler versorgen zu können. Gleichzeitig soll ein internes Kino Streams und Trailer zeigen, die entweder direkt aus dem Bunker kommen, oder durch Veranstaltungen in den Bunker übertragen werden. Somit wird Der Bunker nicht nur zum Sammelplatz für Spielefreunde, sondern auch zur Eventarena.

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Die Kosten des Projekts liegen laut Bunker Team bei rund 1.5 Millionen Euro, davon werden 900.000 Euro in das Grundstück, sowie Steuern und Genehmigungen investiert. Weitere Ausgaben werden durch Brandschutz, Klimatisierung, Sanitär und der allgemeinen Sanierung begründet. Die enorme Summe des Projekts stellt somit wohl die größte Hürde des Bunkers dar und soll schon binnen 40 Tagen geschafft sein. Sollte das Projekt, wie geplant, finanziert werden, stehen auch den weiteren Hürden nurnoch Zahlen im Weg. Bei rund 2 Millionen Euro soll das Projekt bereits ohne eigene finanzielle Aufwendungen finanzierbar sein, 2.3 Millionen Euro wird einen eventuellen Virtual Reality Raum finanzieren, 2.6 Millionen Euro führen zu einem Augmented Reality Raum, der das Spielgeschehen durch visuelle Effekte erweitern soll, sowie einem Humvee und SUV Shuttleservice. Bei der maximalen freien Finanzierung von 3 Millionen Euro wird eine Skylounge auf dem Bunker erbaut, die freie Sicht über das Tal geben soll.

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Ob und wie realistisch die Visionen des Bunkers Teams in Zweibrücken nahe der A8 zu meistern sind und ob die Finanzierung in diesem Rahmen zu Stande kommen kann wird sich Mitte Dezember zeigen, wenn die Crowdfunding Kampagne abläuft. Bis dahin heißt es Daumen drücken und Füße still halten.

  • Timeyy .

    Warum bitteschön wird der Standort dieses Bunkers erst am Ende irgendwo in einem Nebensatz erwähnt obwohl das doch das mit weitem Abstand wichtigste Kriterium ist, wenn man sich entscheidet da was zu spenden oder nicht ?

  • Laura

    Crowdfunding wird mittlerweile in den unterschiedlichsten Bereichen genutzt und es ist beeindruckend zu sehen, was dadurch schon alles realisiert werden konnte. Auf http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-07/34330398-crowdfunding-bekommt-gesetzliche-grundlage-067.htm gibt es zudem auch noch einen sehr interessanten Artikel zu diesem Thema.