Was? Halo ohne Master Chief? Mit anderen Spartans? Das kann ja nix werden! Doch, kann es wohl und es ist sogar etwas Großartiges geworden! Das Noble Team und die neue düstere Atmosphäre hat Halo: Reach zu einem absoluten Kracher werden lassen.

Die Halo Serie ist seit 2001 nicht mehr wegzudenken und da ich ein glühender Fan der Serie bin und es kaum abwarten kann, dass Halo 5 – The Guardians erscheint, möchte ich euch zusammen mit meinem Freund Maarten Jongebloed in der Wartezeit etwas Besonderes bieten. Wir werden zu jedem Halo-Teil einen Artikel verfassen und euch erklären was wir an ihm mögen, damit ihr vielleicht auch noch auf den Hype-Zug mit aufspringt oder euch die Wartezeit mit etwas Nostalgie bis zum Release vertreiben könnt.

Der grafische Sprung von Halo 3 zu Halo: Reach war enorm und die düstere Stimmung ein wahrer Segen für eine Geschichte, von der man schon vorher wusste wie sie ausgeht, denn die Pillar of Autumn aus Halo 1 war bekanntlich das einzige Schiff, dass die Schlacht um Reach überstanden hat und der ganze Planet wurde von der Allianz verglast. Das coole an Halo: Reach ist, dass es dem Spiel selbst in dieser dystopischen Umwelt gelingt, dem Spieler immer wieder atemberaubende Panaromaansichten zu bieten, obwohl der Planet kurz vor seiner Vernichtung steht. Halo: Reach ist das schönste Halo für mich, obwohl oder gerade weil alles so düster und traurig wirkt. Niemals sah eine Stadt unter Feuer ästhetischer und umwerfender aus als hier. Die Kampagne begeisterte mich von Anfang bis Ende. Emile schloss ich sofort ins Herz, als den wohl coolsten aller Spartans. Jorge, als einziger Spartan Mark II (wie der Master Chief), war der Riese mit Herz, Jun der wortkarge Scharfschützer, Carter der typische Anführer und Kat die Kommunikationsspezialistin. Alle Rollen sind sehr klischeehaft, aber das können sie in meinen Augen in einem Actionspiel auch sein. Schließlich erwartet ja auch niemand im Film „The Expandables“ ähnlich schauspielerische Leistungen und glaubwürdige Charaktere wie in „Ziemlich beste Freunde“. Alle Noble Team Mitglieder außer Jorge sind Spartans Mark III, das heißt, dass sie einer späteren Generation angehören und keine so extreme Ausbildung hinter sich haben wie der Master Chief und Jorge. Optisch kann man Mark II und III am Größenunterschied zwischen Jorge und den anderen gut unterscheiden.

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Für alte Freunde von Wing Commander, Star- und Freelancer gibt es in Halo: Reach eine Raumschlacht wie in den genannten Spielen. Diese ist zwar sehr kurz, aber ich habe mich sehr darüber gefreut.

Der Multiplayer-Modus ist mir von allen bisherigen Halo Teilen der Liebste. Ich mag die frei wählbaren Fähigkeiten, wobei man den Nutzen der Schildfähigkeit, bei der man kurzzeitig unverwundbar ist durchaus in Frage stellen kann. Da man sich nicht mehr bewegen kann, finde ich sie wenig hilfreich. Wenn ihr also nicht als Ein-Mann-Fahrzeug-Poller spielen wollt, dann solltet ihr eine andere Fähigkeit wählen. Hier bin ich wohl nichts Besonderes und stehe wie die meisten auf den Jetpack. Nicht nur, dass er einen schnell aus Situation herausbringen kann, auch das Angreifen von oben gefällt mir sehr. Mein Lieblingsmodus ist und bleibt jedoch Grifball! Reach war zwar nicht der erste Halo Teil in dem man Grifball spielen konnte, aber der Teil in dem ich es kennen gelernt habe. Ich vergöttere Grifball! Es gibt keinen Multiplayermodus in irgendeinem Spiel, bei dem ich jemals so viel Spaß hatte. Zwei Teams, ein Ball und nur Nahkampfwaffen, einfach nur großartig. Ach ja und derjenige, der den Punkt macht, fliegt in die Luft.

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Halo: Reach hat zwar nicht den Master Chief ist aber ohne Frage ein hervorragendes Spiel im Halo-Universum geworden. Heute würde ich jedem raten, der mit der Serie neu anfangen möchte, mit Halo: Reach anzufangen!