Der erste Teil der Serie erschien 2001 als Launch-Titel für die erste Xbox, jedoch hat er schon vorher für viel Aufsehen gesorgt und einige sehr krasse Änderungen durchgemacht. Der Entwickler Bungie war eigentlich auf Apple’s Mac zu Hause und hat dort unter anderem den Shooter Marathon entwickelt. Halo wandelte sich vom Echtzeitstrategiespiel, über einen Third-Person-Shooter letztendlich zum Ego-Shooter, exklusiv erschienen für die Xbox (die PC Version erschien erst 2003).

Die Halo Serie ist seit 2001 nicht mehr wegzudenken und da ich ein glühender Fan der Serie bin und es kaum abwarten kann, dass Halo 5 – The Guardians erscheint, möchte ich euch zusammen mit meinem Freund Maarten Jongebloed in der Wartezeit etwas Besonderes bieten. Wir werden zu jedem Halo-Teil einen Artikel verfassen und euch erklären was wir an ihm mögen, damit ihr vielleicht auch noch auf den Hype-Zug mit aufspringt oder euch die Wartezeit mit etwas Nostalgie bis zum Release vertreiben könnt.

Diese kuriose Wandlung ändert aber nichts daran, dass Halo die Videospielwelt revolutioniert hat. Vor Halo war GoldenEye 007 auf dem N64 der beste Ego-Shooter auf einer Konsole und außer ein paar Achtungserfolgen fand dieses Genre tatsächlich nur auf dem PC statt. Mit Halo änderte sich dies deutlich! Halo wurde auch von PC-Only Spielern wahrgenommen und es war trotz des Controller-Handicaps zu Maus und Tastatur ein hervorragendes Spiel. Ich würde sogar so weit gehen, es mit Doom und Half-Life zu den wichtigsten Spielen des Genres zu zählen und zu einem der einflussreichsten Spiele überhaupt! Die Einsteigerfreundlichkeit wurde großgeschrieben, so dass auch Neulinge sich schnell zu Recht finden konnten. Halo war und ist ein sehr rundes Paket das funktioniert und bis heute begeistern kann. Wenn ihr heute einen Ego-Shooter aus den Jahren 2001 bis 2003 anfasst, dann werdet ihr schnell merken, was ich meine. Halo ist sogar so gut gealtert, dass mir beim Durchspielen der Anniversary Edition lange Zeit gar nicht aufgefallen ist, dass ich in der klassischen Grafik spiele, meinem Coop-Partner ging es übrigens ganz genauso.

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Ich habe Halo erst 2 oder 3 Jahre nach dem Release gespielt und kann mich daran erinnern wie ich trotz der zu diesem Zeitpunkt schon angestaubten Grafik gestaunt habe, als ich mit dem Master Chief das erste Mal auf der Ringwelt war. Ich habe mich in der Nähe des abgestürzten Shuttles zig Mal im Kreis gedreht und war von der Kulisse einfach überwältigt! Aber schon auf der Pillar of Autumn, auf der das Spiel beginnt war ich von den flüssigen, intuitiven Kämpfen in dem Spiel sehr angetan. So einfach war es vorher nie gewesen sich mit einem Controller in einem Ego-Shooter zu bewegen, ja es hatte sogar den Anschein als hätte man den Controller (ja, der erste war riesig und unhandlich, aber es funktionierte trotzdem) speziell für dieses Spiel angefertigt! Selbst in dem grandiosem Metroid Prime, dass ein Jahr später für den Nintendo Gamecube erschien, funktionierte die Steuerung nicht ansatzweise so intuitiv und flüssig wie bei Halo. Neben der Steuerung war auch die Spielwelt einfach neu. Die Freiheit und Größe waren mir so noch in keinem Ego-Shooter begegnet. Auch der Warthog (der Geländewagen, den man sehr früh im Spiel bekommt) ist eine tolle Erinnerung, auch wenn die Steuerung eher gewöhnungsbedürftig war. Ich fand es unfassbar genial, dass ich einsteigen konnte oder auch nicht, das Spiel ging trotzdem weiter! Hier gab es keine Fahrzeugsequenz sondern man konnte ein Fahrzeug nehmen oder nicht. Die Wahl lag bei mir und die Welt um mich herum änderte sich nicht plötzlich in ein schlauchförmiges Fahrsequenz-Level. Halo war und ist etwas ganz besonderes unter den Ego-Shootern und nicht umsonst die wichtigste Franchise von Microsoft.