Vor einigen Tagen startete EA erstmals die lang ersehnte Star Wars Offensive im Bezug auf den neuesten Ableger Battlefront. Die Erwartungen an die Fortsetzung der Spielereihe sind hoch, nicht zuletzt weil von DICE ein „makelloser“ Shooter erwartet wird, nur in anderem Gewandt.

Trotz der relativ kleinen Beta und den damit verbundenen Maps war es recht einfach zu sehen welchen Weg Star Wars Battlefront einschlagen wird und vorallem möchte. Viele Fans erwarten dabei eine Fortsetzung, die sich anfühlen soll wie der Pandemic Ableger aus 2005 oder sogar der erste Teil der Reihe aus 2004. DICE musste hier natürlich differenzien, denn ein Spiel, das bereits mehr als 10 Jahre auf dem Buckel hat wird sich in der aktuellen Zeit schlecht bis kaum verkaufen, auch wenn es grafisch viel besser aussehen würde.

Star-Wars-Battlefront-FIghter-Squadron-Mode-1280x720Die vor 10 Jahren angewandten Spielmechaniken und dessen Spielprinzipien waren, mit gutem Grund, damals Over the Top und haben Star Wars Battlefront zu einem der erfolgreichsten Star Wars-Spiele überhaupt gemacht. Wir dürfen hierbei aber nicht vergessen, dass genau diese Spielmechaniken heute nicht mehr den Anklang finden wie zuvor. Die Spielelandschaft hat sich verändert, Spieler denken prakmatischer und wissen, was sie von einem aktuellen Shooter erwarten, oder eben nicht.

Das bringt mich zum eigentlichen Punkt der Beta. Liest man nach der Beta in Foren oder Facebook Kommentaren die Meinungen einiger Spieler, die aktiv an der Testphase teilgenommen haben, fallen einem die unterschiedlichsten Meinungen auf, die Star Wars Battlefront entweder in den Himmel loben, oder schlicht wieder einmotten würden. Der Hauptaspekt der Negativgemeinde liegt dabei auf dem Faktor „Langfristiger Spaß“, der, so viele Spieler, schon nach einigen Stunden verloren geht. Aber welche Erwartungshaltung verbirgt sich hinter dieser Meinung? Erwarten Spieler eines Multiplayer Shooters, der in der Beta auf zwei Karten begrenzt ist, dass er neben Luftschlägen, der Steuerung eines AT-AT und dem Flug des X-Wings auch noch anderes erlebt? Ist es nicht eher so, dass jeder Shooter, sei es ein Call of Duty, Battlefield oder sogar ein MMO im Prinzip auf das gleiche hinausläuft? Wir folgen der ewig gleichen Mechanik, führen die gleichen Abfolgen aus und erleben häufig das gleiche. Das ist normal für einen Mutiplayer dieser Art und das weiß man, wenn sich denn mit dem Ganzen denn auseinander gesetzt wurde, auch vorher.

Die Beta von Star Wars Battlefront ist also nicht mehr gewesen als eine kleine Demo, die Spaß auf mehr macht und auch machen sollte. Spieler konnten sich einen eigenen Eindruck machen wie sich Battlefront anfühlt und so sollte es ja eigentlich auch sein. Star Wars Battlefront hat dabei meiner Meinung nach auch gar nicht mehr soviel mit einem Battlefield geschweige denn einem Call of Duty zutun. Klar arbeiten wir hier in der hauseigenen Frostbite Engine, dabei spielt sich Star Wars Battlefront definitiv anders als ein Battlefield. Allein die Tatsache, das wir ohne große Probleme in die dritte Person springen und unser Inventar auf drei Karten begrenzt ist zeigt, dass wir Star Wars Battlefront kaum mit Battlefield 4 oder 3 vergleichen können. Battlefield Hardline lassen wir hierbei am betsen komplett aus.

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Neben den Karten, die unser Inventar ersetzen, spielen auch die aufgenommenen Goodies eine enorme Rolle. Wir schlüpfen in einen AT-ST, verwandeln uns in Luke Skywalker oder erschaffen ein Schutzschild um uns. Das alles ist komplett differenziert von einem normalen Battlefield und das ist keinesfalls schlecht. Hätte ich mir die Fähigkeiten eines Battlefields in einem Battlefront gewünscht, hätte mir auch eine Battlefield 5 Maps mit futuristischem Aktzent gereicht. Hier aber bekommen wir die volle Portion Star Wars mitsamt Titelmusik, originalen Maschinen und Waffen und allerhand zusätzlichem Schnickschnack plus Jetpack.

Welche Hoffnungen sich einige Spieler zum neuen Star Wars Battlefront gemacht haben verstehe ich also immer noch nicht. Die rosa-rote Brille aus 2004 wäre eine Erklärung. Schiere Angst auf Enttäuschung die Andere. Warum nicht einfach auf den Release warten und Reviews abchecken? Aber das wäre zu einfach. Lieber verdammen wir ein Spiel, das nicht erscheinen ist und rezensieren es negativ. Klar, spielt der Faktor EA eine große Rolle. Aber warum freuen sich so viele Fans auf ein neues Star Wars um es schon nach der Beta wieder herunter zu machen? Ist das eine Grundeinstellung, verschlossen für Neues oder nur Hass auf alles was das Siegel EA trägt. Ja, EA ist nicht ohne Grund zur „Worst Company 2013“ gewählt worden, aber seien wir ehrlich. DICE ist kein Studio, das schlechte Spiele liefert. Wir spielen Battlefield ja nicht ohne Grund. Und wenn DICE eines kann, dann einen spannenden Shooter erschaffen. Egal ob EA dabei seine Hand aufgelegt hat oder nicht.

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Profilbild von Pascal Grawinkel

2009 habe ich mit und für euch PlayCrits gegründet. Seither informieren wir über die Welt der modernen Videospiele. Von mir gibt's dabei die Portion Action, Online und Roleplay. Allerdings nur auf dem PC. Sorry, Masterrace.

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