Lange lebte die Inquisition, eine Organisation, die die Macht hatte sich mit einem Staat wie Ferelden oder Orlais zu messen. Doch diese Tage sind vorbei. Zwei Jahre nachdem der Magister der Dunklen Brut Corypheus von der noch jungen Inquisition besiegt wurde, kehrt Frieden in das einst chaotische Leben in Ferelden und Orlais ein. Doch was passiert mit einstigen Kriegshelden, wenn Frieden herrscht und sich die Mächtigen vor ihrer Macht fürchten?

Der Epilog-DLC für Dragon  Age: Inquisition ist da! Endlich geht es mit der Story weiter und es werden einige Fragen geklärt, die aufgeworfen wurden als das Ende von Inquisition eingespielt wurde. Doch Vorsicht, dieser Artikel enthält Spoiler zum Ende des Hauptspiels, wer dieses also noch nicht durch hat, sollte nun diesen Artikel verlassen. Oder ihr lest weiter, wenn es euch wirklich interessiert. Bevor es nun losgeht, stellt sich aber natürlich zuerst die Frage: lohnt sich der DLC? Diese Frage klären wir selbstverständlich und auch für wen.

 

Herrscht wirklich Frieden?

Zwei Jahre sind vergangen, seitdem herrscht Frieden und langsam aber sicher werden die Trümmer beseitigt und alles scheint inzwischen zu verblassen was geschah, doch da wäre noch die Inquisition. Eine Organisation die immer noch fortbesteht, obwohl, oder gerade weil, Frieden herrscht. Es gibt keine Risse mehr, keinen Corypheus und keine Venatori die Problem machen. Stattdessen ist die Inquisition nun selbst das Problem. Zumindest für die Staaten Ferelden und Orlais, die einst von der Inquisition gerettet wurden. Während Orlais die Inquisition kontrollieren und benutzen will, plant Ferelden die Inquisition aufzulösen, da diese weiterhin in der Himmelsfeste ihren Sitz hat und somit auf fereldischem Boden ist. Beide sehen die Inquisition zwar als Retter an, fürchten sich jedoch auch vor ihr. Durch eine Versammlung im Winterpalast von Orlais soll nun zwischen Orlais, Ferelden und der Inquisition verhandelt werden. Diese Verhandlungen werden jedoch jäh von einem toten Qunari Eindringling unterbrochen. Zudem findet man im Palast einen Eluvian, der zum Kreuzweg führt. Nun ist es an dem Inquisitor erneut Orlais und Ferelden zu retten, denn eine Qunari-Invasion steht bevor, nur der Grund ist zu Beginn unklar. Doch dieser entpuppt sich als weitaus schlimmer, als die eigentliche Invasion. Den Solas, der Schreckenswolf, ist zurück und plant schlimmeres als der Erzdämon und Corypheus zusammen.

 

Ein freundliches Wiedersehen

In den zwei Jahren, in der man sich mehr mit der Diplomatie statt mit echten Problemen in Orlais und Ferelden beschäftigte, waren auch eure Gefährten und Freunde nicht untätig. Wobei man sagen muss, dass diese variieren, je nachdem ob sie mit euch befreundet waren oder eben nicht. Varric verschlug es zurück nach Kirkwall, wo er half die Stadt wieder aufzubauen und zum Vicomte von Kirkwall, also zum Herrscher, wurde. Auch die anderen hatten Aufgaben, besonders jedoch Dorian ist interessant. Dieser ging nach Tevinter zurück, wurde zum Botschafter und kam somit, genau wie alle anderen Gefährten, zum Winterpalast um den Inquisitor und der Inquisition zu helfen. Warum das nun so wichtig ist, erkläre ich in einem anderen Artikel. Dieser dreht sich um die Zukunft von Dragon Age und ich gebe einen möglichen Ausblick auf Dragon Age 4.

Außerdem ist es möglich mit allen noch einmal zu sprechen und besonders belustigende und erheiternde Momente mit ihnen zu teilen. Mit Sera Streiche spielen? Check. Dem Bullen eine Überraschung bereiten? Check. Von Varric ein Anwesen in Kirkwall und Schlüssel zum Hafen bekommen? Check. Und so geht es weiter. Es ist wirklich spaßig alle ein letztes Mal zu sehen und zu erfahren wie es ihnen erging. Alleine für diese grandiosen Momente und Dialoge lohnt sich der DLC, zumindest wenn man seine Begleiter auch mochte. Außerdem ist es auch möglich zu heiraten, wenn man eine Liebesbeziehung zuvor einging.

 

Die Entscheidung liegt bei euch!

Wie bereits von BioWare selbst bestätigt wurde, wird man in „Eindringling“ das Schicksal der Inquisition bestimmen. Die Möglichkeiten haben mich sehr positiv überrascht, ihr werdet sechs Möglichkeiten haben, wie ihr die Inquisition behandeln wollt, auch gibt es zuvor noch eine Sequenz die essentiell für Dragon Age 4 werden wird. Verraten werde ich jedoch nicht was diese beinhaltet, ebenso wenig die Möglichkeiten mit der Inquisition umzugehen. Hier verweise ich einfach erneut auf meine persönliche Vorschau zum vierten Teil der Reihe.

Doch auch wenn ich diese nicht verraten werde, kann ich euch sagen, dass ihr sowohl mit dem Grundspiel als auch mit den Entscheidungen in „Eindringling“ die Weichen für einen vierten Teil gelegt habt und eure Entscheidungen größere Auswirkungen haben werden, als alle entscheidenden Entscheidungen aus Origins und Dragon Age 2 zusammen. Und wie es seit Jahren für BioWare üblich ist, lassen sie es sich nicht lumpen um Fragen zu beantworten, zugleich neue jedoch aufzuwerfen und somit Lust und Vorfreude bei mir zu wecken auf das nächste Abenteuer in Thedas. Ich freue mich schon jetzt wie ein Honigkuchenpferd drauf.

„Eindringling“ ist Story pur. Es gibt keine Nebenmission, kein großes erkunden nur sechs Stunden pure Story, Entscheidungen und wahnsinnig gute aussehende Gebiete, die ihr davor, teilweise, noch nicht gesehen habt. Außerdem ist es schön eure Gefährten und Freunde wieder zu sehen und zu erfahren, was sie in den letzten zwei Jahren taten. Die Story ist nahezu perfekt inszeniert, die Dialoge sind so scharf wie eure Henkerswaffe und das Ende versüßt einem einfach nur den Tag und macht unendlich viel Lust auf Dragon Age 4. Wer wirklich sich auf Teil 4 vorbereiten will und einfach nur Story von höchster Ebene möchte, dem werden die 15 Euro wohl nicht zu viel sein. P.S. lasst die Credits laufen und hört zu, es gibt einen sehr belustigenden Dialog von Cassandra darin. Mehr verrate ich jedoch nicht.
Gameplay80
Visualisierung90
Story & Integration100
Genre-Wertung90
Feedback100
Positiv
Story pur
Entscheidungen für Dragon Age 4
Perfekte Kulisse und scharfe Dialoge
Negativ
Der Preis
92