Nach Car Mechanic Simulator 2014, der insbesondere auf Steam guten Anklang fand, folgt nun der Nachfolger Car Mechanic Simulator 2015. In diesem Review möchten wir euch die Gelegenheit geben einen kleinen Einblick in das Spiel zu erhalten und etwaige Veränderungen zeigen. Denn vielleicht hat ja Entwickler: Red Dot Games dieses mal eine Schippe draufgelegt und diverse neue Features eingebaut die einen bei Laune halten.

Willkommen in der Werkstatt
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Blick in die erste eigene Werkstatt

Zu Beginn des Spiels erstellen wir uns ein Spielerprofil, in dem unser Fortschritt gespeichert wird. Danach können wir auch direkt unsere Karriere als Profischrauber beginnen. Es folgt eine kleine Einleitung in die Auftragsannahme, die Teilebestellung und den Werkstattaufbau. Während der Einleitung nehmen wir schon automatisch den ersten Auftrag an und können somit gleich anfangen zu schrauben. Die ersten Aufträge gestalten sich noch recht einfach im Aufbau und in der Komplexität, da alle Teile, die wir benötigen, aufgelistet sind und im Reparaturauftrag angezeigt werden. Es sind zum Beispiel Arbeiten zu vollziehen, wie Bremsenwechsel, Spurstangenköpfe austauschen oder auch mal den Motor mit neuem Öl zu befüllen. Im weiteren Verlauf steigt natürlich mit jedem abgeschlossenem Auftrag unsere Erfahrung, was uns wiederum neue Aufgaben, Fahrzeugmodelle und Aufträge einbringt, die wir dann meistern dürfen.

 

Der Blick fürs Wesentliche
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Ameise duck dich

Die Steuerung der Kamera in Car Mechanic Simulator 2015, die wir ja brauchen um die einzelnen Bereiche unseres Fahrzeugs zu erreichen, gestaltet sich manchmal etwas widerspenstig, besonders wenn man von der Fahrer- auf die Beifahrerseite wechseln möchte. Der einfachste Weg ist es mit der Rechten Maustaste wieder rauszuzoomen und das Rad auf der Beifahrerseite anzuwählen. Ansonsten lassen sich Dinge wie lösbare Schrauben der einzelnen Teile gut erkennen, da sie gelb umrandet sind, auch wird uns mehr oder weniger der Weg gewiesen , auf welche Art man zum Beispiel eine Wasserpumpe wechselt und welche Teile man vorher abmontieren muss.

 

Auf Metall geklopft und Smartrepair
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Tag der offenen Tür

Ein neues Feature in Car Mechanic Simulator 2015 ist unter anderem der Karosseriebereich, in dem man Teile wie Türen und Kotflügel entfernen und austauschen kann. Desweiteren ist ein Youngtimer DLC verfügbar, in dem man nicht nur reparieren, sondern in einem gewissem Umfang auch „Tunen“ kann. Das reicht vom V8 Amischlitten ala Corvette Stingray (die nur  in etwa so aussieht, da keine Markenrechte gegeben wurden) bis hin zu alten Mercedes Modellen, hierrauf möchten wir aber an dieser Stelle nicht näher eingehen um euch die Freude an den Freischaltungen nicht zu verderben.

Hör mal wer da hämmert

Um mal ein wenig zusammenzufassen was das Gameplay angeht, kann man doch sagen, dass sich mittlerweile ein bisschen was getan hat bei Car Mechanic Simulator 2015, im Vergleich zum Vorjahresspiel. Nicht nur, dass es mehr Möglichkeiten gibt um Aufträge abzuschließen, sondern auch die Vielfalt an Aufgaben hat merklich zugenommen, ebenfall deren Gestaltung und Detailtreue. Red Dot Games zeigt zudem auch einen leichten Grafikschub. Satte Farben, scharfe Kanten und klare Linien zeigen, das man aus kleineren Fehlern gelernt hat. Auch beim Ingamesound wurde nocheinmal etwas an der Qualitätsschraube gedreht und hat dem Ganzen Werkstattfeeling noch eine gewisse Tiefe verliehen, die sich nicht zuletzt in den Geräuschen während der Arbeit widerspiegelt. Auch Nebengeräusche in der Werkstatt lassen alles ein wenig realer erscheinen. Auch wenn man ab und an erschreckt wenn das Telefon klingelt.

Da kann man mal richtig Malochen
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Such mal nen anderen Klingelton

Die Story des Spiels ist alles in allem aber doch recht flach gehalten, was aber nicht ganz unerwartet ist für einen Simulator und in der ja auch nicht im Hauptaugenmerk liegt. Aber wenn man sich wirklich für solche Simulatoren interessiert kann man sich trotzdem gut mit dem „Mechaniker“ identifizieren, der seinem Tagewerk nachgeht und seine Karriereleiter hinaufsteigen möchte. Die Performance wirkt bei unserem Test recht stabil und Microruckler waren nur selten der Fall. Bei 60 FPS und den überschaubaren Ladezeiten hält uns Die Werkstatt gut an der Stange. Verwendet wurde in unserem Review ein Intel Core i7 4770, eine Gigabyte Geforce GTX980 sowie 12Gb RAM, was für dieses Spiel mehr als ausreicht und uns auf höchsten Einstellungen konstante Leistung einbrachte.

Mein persönliches Fazit zu Car Mechanic Simulator 2015 ist, das es doch als Simulator für Auto begeisterte einiges an Inhalt mit sich bringt und man doch die ein oder andere Stunde damit verbringen kann. Was mir persönlich fehlt ist ein Stück Lebendigkeit, wie zum Beispiel Interaktion mit Kunden, die beispielsweise am Tresen stehen und ein paar Kleinigkeiten, wie diverse Maschinen (Wuchtmaschine oder vielleicht eine Flex). Es wirkt manchmal ein wenig zu steril. Trotz alle dem hat sich Car Mechanic Simulator 2015 gut entwickelt und bietet doch Potenzial für noch mehr Spielspaß in der Zukunft.
Gameplay70
Visualisierung84
Story & Integration52
Genre-Wertung73
Positiv
Aufgabenvielfalt
Grafik
Sound
Negativ
Kamerasteuerung
Story
70