Mit dem ersten Singleplayer-DLC „Hakkons Fänge“ bekommen wir neues Futter für Dragon Age: Inquisition. Unter anderem eine neues Gebiet, mit einer neuen Story und Nebenmission, sowie einen Konflikt mit einem feindlichen Avaar-Stamm. Wie der DLC so abschneidet erfahrt ihr hier.

Ziemlich überraschend kam vor einigen Tagen die Ankündigung für den ersten Singleplayer-DLC „Hakkons Fänge“ und nur 24 Stunden später konnte der DLC bereits auf eurer Festplatte für Xbox One oder PC landen, Playstation- und Xbox 360-Besitzer gehen vorerst leer aus. Was der DLC bringt und ob es sich lohnt den stolzen Preis von 15 Euro zu bezahlen sagen wir euch jetzt.

Neues Gebiet, neue Story

„Hakkons Fänge“ führt euch und die Inquisition in ein neues Gebiet mit dem Namen „Frostgipfelsenke“. Da ihr erfahren habt, dass der letzte Inquisitor Ameridan, der vor 800 Jahren spurlos verschwunden ist, dort zulässt war, bevor er letztendlich verschwand. Auf der Suche nach seinem Verbleib trefft ihr auf einen feindlichen Avaar-Stamm der sich „Hakkons Fänge“ nennt und den gleichnamigen Avaar-Gott Hakkon anbeten. Diese möchten ihren Gott Hakkon mit einem Ritual in die Welt der Sterblichen holen und im Anschluss Orlais überfallen. Hilfe bekommt ihr von einem anderen Stamm der Avaar, die keinen Krieg mit den „Flachländern“ wollen.

Die Story des DLCs ist nicht sonderlich lang und nach knapp drei Stunden werdet ihr mit ihr durch sein. Zudem ist sie zwar gut inszeniert, allerdings rückt die Suche nach Inquisitor Ameridan in den Hintergrund, wenn sich der Konflikt mit den Hakkoniten zuspitzt. Im Allgemeinen beginnt die Story zwar gut, schwächelt doch zunehmend und das Ende, ohne es zu spoilern, passiert eben einfach so. Auch im Anschluss passiert nichts mehr. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

Auch wenn die Story schwächelt so erzählt sie ein paar recht interessante Dinge, besonders natürlich über den letzten Inquisitor, aber auch neue Kenntnisse über die Avaar sind interessant, denn die sind kein Vergleich zu den feinen Gesellschaften aus Orlais.

Gut gelungen ist das neue Gebiet. Die Frostgipfelsenke weist eine Fülle an Details auf und bringt mehrere gut gestaltete Gegenden mit sich. Ein nebeliger Sumpf, Baumhäuser, riesige Bäume, eine Tevinter-Ruine, ein grüner Wald und ein Seeufer, sowie einige Höhlen. Was die Nebenmissionen angeht ähneln diese den üblichen aus den Gebieten vom Hauptspiel, allerdings gibt es merklich weniger zu tun.

Da fehlt doch was!

BioWare hat sich Mühe gegeben was das Gebiet angeht, schwächelt jedoch mit der Geschichte. Sie ist einfach zu kurz. Ein großer Kritikpunkt an der Geschichte und am DLC im Ganzen ist, dass es keine Entscheidungen gibt die ihr treffen könnt. Auch eure Entscheidungen aus dem Hauptspiel haben kein Gewicht und letztendlich verläuft die Geschichte strikt linear und ihr könnt nichts wirklich beeinflussen. Wieso man sich dafür entschlossen hat, erschließt sich mir nicht, denn dies ist eigentlich eine der großen Stärken von BioWare – die Entscheidungen.

Auch die üblichen neuen Gefährten, die es oft in DLCs von Dragon Age gab, wenn auch manche nur auf den DLC beschränkt waren, fehlen vollständig. So gibt es zwar drei neue Charaktere, die einigermaßen wichtig sind, jedoch spielen sie im Großen und Ganzen, dann doch nur eine untergeordnete Rolle und wirken stellenweiße recht blass.

„Hakkons Fänge“ bietet einen interessanten Ansatz bei der Story, schwächelt jedoch hinten heraus. Auch die kürze der Story, rund drei Stunden, und des gesamten DLCs, ich hab knapp zehn Stunden gebraucht um alles zu sehen, ist eher mau. Da wäre mehr drin gewesen. Ebenso die fehlenden Entscheidungen schmecken fad, genau wie die zu kurz geratenen neuen Charaktere. Gut gelungen ist jedoch die Hintergrundstory vom letzten Inquisitor und dem zu uns freundlichen gesinnten Avaar-Stamm. Auch das Gebiet kann durch einen hohen Detailgrad punkten. Empfehlen würde ich diesen DLC wirklich nur Leuten, die mehr von Thedas sehen möchten und etwas über den letzten Inquisitor erfahren wollen. Wer mehr Story oder eine Fortführung der Hauptstory des Hauptspiels erwartet wird enttäuscht sein. Letztendlich muss man wohl warten was weitere DLCs, die es vermutlich geben wird, bringen werden. Hoffentlich etwas mehr Story und Entscheidungen. Spaß macht der DLC übrigens dennoch, trotz aller Kritik.
Gameplay80
Visualisierung80
Story & Integration60
Genre-Wertung70
Feedback70
Positiv
Detailgenaues Gebiet
Interessante Hintergrundstory
Story gut inszeniert
Negativ
Story und DLC zu kurz
Keine Entscheidungen
Der Preis
72