Am 20. März erwartet den eingefleischten Zombie Fan die neueste Ausgabe Schnätzelspaß. Mit Trapped Dead: Lockdown bringt Headup Games zusammen mit Entwickler Bigmoon Studios schon die erste Fortsetzung der Trapped Dead Reihe. Was wir vom Hack’n’Slash Titel halten erfahrt ihr hier in unserem Review.

Der Markt für Zombiespiele ist mittlerweile nicht nur vollkommen überflutet von Titeln, die versuchen das Genre auf eine neue Ebene zu bringen, sondern vielmehr gesättigt von Early Access, Survival und Shooter Games. Trapped Dead: Lockdown setzt hier den Schwerpunkt zwar leicht anders, ist grundsätzlich aber vom gleichen Setting, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Wir haben uns dem am 20, März für den PC, Mac und Linux veröffentlichten Hack’n’Slash Titel angenommen und schauen uns das aus Portugal stammende Spiel einmal genauer an.

Wir brauchen kein Glück, wir haben Waffen

2015-03-09_00002Frei nach dem Motto “No Risk, no fun” werden wir als einer der fünf Charaktere in das Spielgeschehen geworfen. Zur Auswahl stehen der Marine, der auf der Suche nach seiner Frau ist, der Fleischer, der im Chaos der kleinen Stadt seine Tochter verloren hat, der Exorzist, der auf der Suche nach seinem Ordensbruder ist, sowie der Marshall und Auftragskiller, die es sich zur Aufgabe gemacht haben einen Wissenschaftler zur Strecke zu bringen, der einen Anschlag auf ein großes, lokales Unternehmen plant.

All diese Charaktere lassen sich als einzelne Spielstände auswählen und zusammen mit bis zu vier Teilnehmern im Multiplayer Coop spielen. Der Gruppenleiter übernimmt dabei die Rolle des Speichernden und die mitspielenden Charaktere nehmen an seiner Geschichte teil. Je nach vorab ausgewählter Figur erleben wir dann eine neue Geschichte, die sich aufgrund der gleich gestalteten Ablauffolge aber lediglich vom Ziel her unterscheidet. Selbst wenn wir auf der Suche nach einer anderen Person sind, bleibt unser Weg der Gleiche. Das macht aber insofern nichts, da die Geschichte hinter Trapped Dead: Lockdown zwar nicht unbedingt innovativ ist, im Multi- und Singleplayer Hack’n’Slash-Spaß aber hervorragend passt und dabei das Setting nicht unreal wirken lässt. Die Intention und Hintergedanken der Figuren machen in Lockdown also recht viel Sinn, je nach Charakter, und lässt den Spieler ein Stück weit mit der Figur mitfühlen. Besonders beim Marine, Fleischer und dem Exorzisten wirkt die Geschichte plausibel und wir möchten recht schnell erfahren wohin unsere geliebten Menschen denn abgeblieben sind.

TDLockdown_screenshot_04Auch wenn die Intention der zwei Charaktere des Marshalls und Auftragskillers in der Situation einer Zombieapokalypse nicht ganz soviel Sinn ergeben, so haben auch diese zwei ihre festen Ziele. Dabei kann uns neben den blutrünstigen und deutlich unterschiedlichen Zombies auch kein Soldat oder bewaffneter Zivilist aufhalten. Neben diesen Gegnern erwarten uns im „Trapped Dead: Lockdown-Episodenformat“ nämlich nicht nur normale Gegner, sondern auch Endbosse, die es zu besiegen gilt. Je nach Schwierigkeitsgrad, der sich durch ‘Leicht’, ‘Mittel’, ‘Schwer’ und ‘Hardcore’ definieren lässt, ist die Konfrontation mit den Kontrahenten nicht immer einfach und wir sind auf unsere Waffen und dessen Fähigkeits- und Skillsystem angewiesen.

Level up

Die Level in Trapped Dead: Lockdown sind in erster Linie nichts besonderes. Die Erfahrung für jedes gewonnene Level jedoch schon. Das Fähigkeitssystem in Lockdown staffelt sich umgekehrt zum konvetionallen System und wir verlieren je nach getötetem Gegner Angst. Jedes Level ist definiert durch eine bestimmte Anzahl an Angst, die wir verlieren, wenn wir töten. Die Stärke und das Level des Gegners sind dabei entscheident über die Angst die wir dabei verlieren.

Steigen wir im Level auf, können wir bei jeder Stufenerhebung 100 Skillpunkte vergeben, die wir in zehner Schritten auf eine der Fähigkeiten anwenden. Dabei stehen uns neben Stärke und Intelligenz auch Spiritualität, Waffe und Nahkampf zur Verfügung, die unsere Taktiken verbessern und anpassen. Je nach angelegter Waffe können wir dann spezielle Skills auf unseren Waffenslot legen, um die Attacke umzuwandeln und gegebenenfalls upzugraden. Dabei spielt hinsichtlich der Waffe auch die Art eine Rolle, da nicht jede Waffe mit jedem Skill kompatibel ist. Gleiches gilt für die einzelnen Charaktere, die nur eigens für die eigene Figur abgestimmte Waffen anlegen können. Der auf der Suche nach seinem Ordensbruder umherstreifende Exorzist kann daher nur Rosenkränze, Kruzifixe und Nahkampfwaffen ausrüsten. Über Schusswaffen kann er daher nur lachen und sie auch nicht benutzen.

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Die Wahl der Waffe spielt vorallem dann eine Rolle, wenn es um die verschiedenen Arten der Gegner geht. Manche Gegner verfolgen uns nur langsam, zum Beispiel weil sie keine Beine mehr besitzen, oder rennen wie die wild Gewordenen auf uns zu. Die Auswahl an verschiedenen Typen ist gut gewählt und wirkt auch im späteren Verlauf nicht langweilig.

Turn left, turn right

Die Kontrolle über den eigenen Charakter ist anfangs noch gewöhnungsbedürftig, da die Benutzung der Tastatur größtenteils nicht notwenig ist. Trapped Dead: Lockdown lässt sich in fast 100 Prozent aller Fälle schnell und einfach über die Maus steuern und das ist keineswegs schlecht. Die Möglichkeiten auf eine mobile Version sind demetnsprechend gegeben und wir hoffen fest auf einen Android und iOS Ableger.

TDLockdown_screenshot_09Durch die unkonventionelle Methode die Steuerung nur mit der Maus zu handhaben ist Trapped Dead: Lockdown allerdings auch einen Tick langsamer als andere Hack’n’Slash Titel. Dazu sei aber gesagt, dass sich wie gewohnt alle Interaktionen auch über die Tastatur einbinden lassen. Standardmäßig scheint hier aber mehr Wert auf die “Nur-Maus” Option gelegt worden zu sein.

Das Attackieren eines Gegners ist daher recht simpel. Zwei Waffenslots simboliseren die rechte und linke Maustaste und lassen sich dementsprechend benutzen. Außerdem können beide Tasten benutzt werden um die Charaktere von A nach B zu schicken, entweder per Klick an die gewünschte Position oder mit gedrückten Tasten. Weitergehend stehen uns zwei defensive Slots zur Verfügung, die Heil- oder Schutzzauber aktivieren, sowie ein Essensslot und ein weiterer Slot für eventuelle Krankheiten, zum Beispiel in Form von Spritzen, oder für Gegenstände wie Schlüssel oder Questobjekte.

Blut, Blut und noch mehr Blut

TDL_PackshotGrafisch kann sich Trapped Dead: Lockdown sehen lassen, auch wenn die Grafiken nicht immer frisch und modern wirken. Viele Grafiken sehen leider etwas Polygonarm aus und können an ruihigeren Stellen nicht immer überzeugen. In actionreichen Momenten fällt das aber so gut wie nicht auf. Die Texturen des Hack’n’Slash Titels sind klar gestaltet und keineswegs matschig. Im laufe der Kapitel zerschlagt ihr den ein oder anderen Zombiekopf, die dazu gehörigen Splattereffekte sind super umgesetzt und es macht jedes mal unglaublich viel Spaß dabei zu zuschauen. Während ihr mit kleineren Waffen die Gegner nur zerschneidet, werden sie mit der Kettensäge wortwörtlich in der Luft zerrissen und euer kompletter Bildschirm besteht aus herunterlaufendem Blut, Spritzern und vielleicht etwas Gehirnmasse.

Etwas schade ist es dann, wenn weder rein, noch raus gezoomt werden kann, welches gerade beim Autofahren, einer wirklich toll umgesetzten Szenerie etwas schade ist, da dort die Kameraführung nicht ganz optimal gewählt wurde.

Doch auch die Musik passt sich immer passend der aktuell gespielten Situation, beziehungsweise dem Ort des Geschehens, an. Im großen und ganzen liefert Trapped Dead : Lockdown dem Spieler eine super Atmosphäre, welche den Spielspaß enorm steigert und euch an das Spielgeschehen fesselt. Die dazugehörigen Effekte, besonders bei spritzendem Blut und ausgeprägtem Splatter, tun ihr übrigstes und machen Lockdown zwar zu keiner Tripple A Soundkulisse, aber zu einem anhörbaren und spannenden Unterfangen.

Das sagt Andreas:

Mit Trapped Dead: Lockdown published Headup Games wieder ein exzellentes Spiel, welches uns sehr viel Spaß bereitet hat. Der sehr simple gehaltene Titel ist durch das sehr gute Zusammenspiel von Grafik, Sound und Story extrem fesselnd und daher kaum zu Beenden.

Das sagt Pascal:

Besonders zu mehreren Spielern hat mir Trapped Dead: Lockdown eine menge Spaß bereitet. Der Preis für die recht übersichtlich gestaltete Spielzeit ist absolut gerechtfertigt und macht den Titel zu einem spannenden Abenteuer für zwischendurch. Wann kann ich den dritten Teil vorbestellen?

Trapped Dead: Lockdown macht im Grunde alles richtig. Gameplay, Story, Visualisierung. Alles passt zusammen und macht den zweiten Teil der Serie zu einem würdigen Nachfolger. Wer Spaß am schnellen, konventionellen Töten von Zombies hat, von einer logischen aber recht minimalen Story geleitet werden will und dazu noch Lust auf das Setting hat, der ist bei Trapped Dead: Lockdown genau richtig. Wer dazu noch Freunde hat, die an der ganzen Geschichte teilhaben wollen, der trifft hiermit wohl den perfekten Ausgleich für zwischendurch. Besonders auf hohem Schwierigkeitsgrad trennt sich die Spreu vom Weizen und Hack’n’Slash wird zum Nervenkitzel.
Gameplay80
Visualisierung70
Story & Integration75
Genre-Wertung85
Feedback85
Positiv
toller Splatter
linear und doch offen
verschiedenste Gegnertypen
Negativ
nicht unbedingt Innovativ
Kamerführung nicht optimal
79