Die Grafikengines moderner Spiele geben immer mehr her. Spiele sehen immer besser aus und wetteifern darum, uns mit immer realistischerer Grafik zu überzeugen. In unserer Reihe „PlayCrits Awards“ haben wir uns diesem Thema mit der Kategorie „Best Visual“ gewidmet.

Auch wenn eine bombastische Grafik nicht alles ist was ein gutes Spiel ausmacht, so trägt sie doch entscheidend zur Atmosphäre bei. Dementsprechend imposant liest sich die Liste der nominierten Tiel in der Kategorie „Best Visual“. Gegen die Konkurrenz von Assassin’s Creed: Unity, Dark Souls II, Bayonetta 2 und Forza Horizon 2 konnte sich mit The Vanishing of Ethan Carter letztendlich ein Titel durchsetzen der nicht nur kein Sequel ist, sondern noch dazu fantastisch aussieht.

BEST VISUAL
Der Gewinner in der Kategorie Best Visual ist: The Vanishing of Ethan Carter.

Die Spielwelt, die wir als Paul Prospero auf den Spuren von Ethan Carter durchstreifen ist so aufwändig in Szene gesetzt, dass wir an manchen Stellen das Gefühl bekommen einfach in den Monitor hineingreifen zu können. Auf Basis der Unreal Engine 3 hat das Team von The Astronauts ein atemberaubend schönes Setting geschaffen, das man fast schon mit dem Begriff „Photorealismus“ beschreiben kann.

Möglich gemacht hat das eine Technik namens „Photogrammetrie“ bei der – vereinfacht gesprochen – viele 2D Bilder eines echten Objektes geschossen, und anschließend in ein 3D Model umgerechnet werden. Laut The Astronauts findet die Entwicklung einer Spielwelt damit nicht mehr isoliert von der „realen“ Welt in Studios sondern mitten drin im „Draußen“ statt.

With photogrammetry, we no longer create worlds while isolated from the world, surrounded by walls and screens. We get up, go out there and shot photos, lots of photos.The Astronauts

Mit seiner hochaufwändigen, realitätsnahen Spielwelt gewinnt The Vanishing of Ethan Carter verdient den PlayCrits Award 2014 in der Kategorie „Best Visual“.