Garou ist eines der besten 2D- Beat ’em Ups überhaupt. Es war das letzte große aufbäumen von SNK vor der Insolvenz des Unternehmens. Garou war im Erscheinungsjahr 1999 schon in technischer Sicht nicht zu erklären, obwohl es immer noch auf der alten Neo Geo Arcadehardware von 1990 lief, wurden  Animationen dargestellt, die mit Capcoms Street Fighter III mithalten konnten, was auf dem CPS-3 Systen von 1996 lief und 1997 in die Arcadehallen kam.

Garou – Mark of the Wolves

Garou_MotW_NeoGeo_coverAuch spielerisch war Garou – Mark of the Wolves extrem gut. Es hat wohl nichts bahnbrechend Neues gemacht, jedoch sind kleine Details wie „Just Defend“ hervorragend eingearbeitet. Garou – Mark oft he Wolves ist der bisher letzte Teil der Fatal Fury-Serie. Diese Serie wurde von Takashi Nishiyama erfunden der ein paar Jahre zuvor für Capcom den ersten Teil von Street Fighter entwickelte. Garou – Mark of the Wolfes spielt 10 Jahre nach dem Tod von Geese Howard, welcher der Antagonist in fast allen Fatal Fury-Spielen war. Der einzige Charakter, der schon in den alten Teilen dabei war ist der gute alte Terry Bogard. Terry übernimmt quasi den Job des Stiefvaters von Rock Howard, dem Sohn Geese Howards. Es gibt ein neues King of Fighters-Turnier mit dem Beinamen Maximum Mayhem. Es ist irgendwie alles an Standardcharakteren dabei: ein Karate-Typ, ein Wrestler, ein Polizist, welcher den Mörder seines Partners sucht, der Mörder, ein Boss mit Dämonenmaske und ein Zusatzboss der typisch japanisch nach dem Motto „Ich sehe zwar sehr weiblich aus, aber ich bin so böse!“ designt wurde. Ein komisches Kind das wie Andy Bogard (Bruder von Terry Bogard und auch ein Fatal Fury-Veteran) kämpft ist auch dabei und natürlich die Söhne von Taekwondo-As Kim Kaphwan.

Alle Versionen die ich kenne haben Arcadeniveau; die Neo Geo-Versionen natürlich, da es sich hier um die Arcadehardware handelt. Das Problem ist, dass das MVS-Arcademodul mit über 100 €, und die AES-Homeversion sogar mit über 400 € gehandelt wird. Die US-Dreamcast Version heißt Fatal Fury – Mark of the Wolves und liegt bei ca. 50 €, die japanische Dreamcast Version gibt es ab 20 €, die japanische PS2 Version (die einzige PS2 Version) liegt inzwischen bei ca. 70 €. Eine persönliche Empfehlung ist die Xbox 360-Downloadversion für 9,49 €! Wenn ihr eine Xbox 360 euer Eigen nennt und am besten noch einen Arcadestick dafür besitzt, dann solltet ihr euch Garou – Mark of the Wolves einmal ansehen. Es sieht zwar nicht mehr ganz so frisch aus, ist aber vielen moderneren Beat’em Ups um Längen überlegen. Leider hat SNK auch nach der Wiederauferstehung als SNK Playmore niemals wieder dieses Niveau erreichen können. Garou – Mark of the Wolves bleibt ihr Meisterstück und das beste Beat’em Up auf dem Neo Geo.

Dirk's Daddel Dungeon
In einer Woche geht es weiter mit Dirk’s Daddel Dungeon – Beat ’em Ups – Folge 5, pünktlich um 17 Uhr!

Über den Autor

Profilbild von Dirk Janssen

Zentrum des überflüssigen Wissen und Gamer der alten Schule!

Ähnliche Beiträge