Lange, lange hat mich der Traum mir LIMBO zu kaufen begleitet und endlich war es so weit! downgeloadet und installiert starte ich das Spiel also voller Erwartungen und sie wurden vollkommen….

Die Benutzeroberfläche

Übertroffen!

Nun befinden wir uns also in der Nutzeroberfläche und ich glaube einfacher kann ein Spiel gar nicht gestrickt sein.

Oben in fetter Schrift „MENÜ“, darunter „Neues Spiel starten“, „Kapitel Laden“, „Einstellungen“ und schließlich „Beenden“ – Das war’s. Super einfach, super schlicht, super Spiel.

Geht man mit den Pfeiltasten auf den „MENÜ-Button“ und drückt die Eingabetaste, dann hat man ein Optionsmenü das einfacher nicht sein könnte. „So wird gespielt“ – mit einer gut zu verstehenden Anleitung -, „Helligkeit“ und „Mitwirkende“. Kurz und knapp, super einfach und sehr, sehr Benutzerfreundlich. So weit so gut ist alles zu meiner Zufriedenheit und wir können das Spiel starten.

Man startet als ein kleiner Junge und die komplette Umgebung ist in Graustufen eingeteilt. Ebenfalls – Sehr schlicht aber doch irgendwie charmant. Hat auf jeden Fall etwas!

Ein einfaches Side-Scrolling Game eben – denkt man zunächst.

Die Engine ist sehr leicht zu verstehen: Pfeiltasten um die Figur zu bewegen, Strg für Aktionen und das war es auch schon. Somit wäre also selbst die Steuerung so einfach und schlicht wie der komplette Rest des Spiels.

Worum geht es?

Einfach gesagt geht es darum den Jungen zum Ziel zu bringen, aber das klingt viel einfacher als es eigentlich ist. Anfangs denkt man noch das Spiel ist sehr charmant und elegant gestrickt, eine einfache Grafik und schon irgendwie süß, doch schnell merkt man, dass es in diesem Spiel um weit aus mehr geht als einfach nur die in Graustufen gehaltene Natur zu genießen. Um an sein Ziel zu kommen muss der kleine Junge nämlich so einige Strapazen auf sich nehmen, seien es nun Kettensägen die einen in kleine Stücke schneiden oder riesige Spinnen die einen durchlöchern wollen – eigentlich ist alles dabei, sogar Knarren.

Um zurück zum Punkt zu kommen, ist es Ziel den kleinen Jungen von A nach B zu bringen und dabei sein Leben zu schützen – was gar nicht so einfach ist. Nicht wenige Hindernisse stellen sich nämlich als ganz schön knifflig heraus und werden schnell zu einem großen Rätsel, das man lösen muss um zur nächsten Etappe zu gelangen.

Effekte

Die Effekte in dem Spiel sind ebenfalls erste Sahne. Ich habe schon immer Spiele geliebt die etwas ganz eigenes ausstrahlen, sei es nun die Geschichte, die Figuren oder die Grafik und Limbo bietet eigentlich von allem etwas. Die Grafik ist unverwechselbar. Ein komplettes Spiel in Schwarz-Weiß-Grau im Side-Scrolling Stil ist auf jeden Fall etwas, was nicht jedes Spiel zu bieten hat und während es auf der einen Seite so unglaublich Süß gestaltet ist, kann es auf der anderen Seite genau so blutig sein – wobei auch dieses einfach nur schwarz ist. Man verliert auf seiner Reise wenn man stirbt seine Arme, seine Beine – nicht selten den Kopf -, wird zerhackt, zermetzelt oder unter Strom gestellt. Einfach von jedem etwas dabei und gut dargestellt. Nämlich wieder auf eine ganz eigene Weise, so wie dieses Spiel eigentlich bei allen Dingen vorgegangen ist. Die Hintergrundmusik ist sehr dezent, mal da und mal nicht aber immer passend zum geschehen und – was ich dazu sagen muss – ganz speziell und irgendwie schön. Auch die Soundeffekte sind klasse. Ein paar knarrende Bäume im Hintergrund, die Schritte durch das trockene Gras über den Boden und ab und an einfach die Hindernisse wie Sägen oder ähnliches geben diesem Spiel einen ganz besonderen Flare.

Fazit

Ich mag mich an dieser Stelle vielleicht wiederholen, aber wer ein Spiel mag, das eine ganz eigene Grafik hat, dazu eine ganz eigene Engine und einfach in allem irgendwie aus der normalen Norm springt, der sollte sich auf jeden Fall Limbo zulegen und um Gottes Willen, das Spiel auch bis zum Ende spielen, denn dann macht plötzlich alles Sinn. Man könnte das Wort Limbo in verschiedenen Sinnen auf das Spiel beziehen, doch man einigte sich im Internet hauptsächlich darauf, dass es von „Limbus“ abgeleitet ist was in der Geschichte als ein Vorort der Hölle bezeichnet wird. Quasi ein Ort zwischen Himmel und Hölle und mit dieser Vorstellung kann auch ich mich am ehesten anfreunden, denn wenn man sich das Ende ansieht, macht es mit dieser Definition am meisten Sinn.

Ich bereue es nicht das Spiel gespielt zu haben und sicherlich – ganz sicherlich – werde ich es noch einmal spielen – unter anderem natürlich um die Archievements zu knacken – aber hauptsächlich aus dem Grund, weil ich einfach noch mal dieses Spielerlebnis genießen will. Limbo hat es als einziges Spiel bisher geschafft mir einen eisigen Schauer zu bereiten ohne eigentlich ein Horror-Game zu sein und mich zeitgleich mit einer Spielart zu vergnügen, die mich dahin schmelzen lässt. So ist es süß, gleichzeitig irgendwie makaber und gruselig aber auch andererseits wieder verblüffend faszinierend. Hätte ich Sterne zu vergeben, so würde Limbo 10/10 von mir bekommen, denn es fesselt einen, bringt einen zum nachdenken, bietet klasse Rätsel, hat eine schöne Atmosphäre und zu guter Letzt bietet es noch eine fantastische Story. Es ist einfach von allem etwas dabei und daher von mir nur zu empfehlen.

 

Eine komplette Playlist zu diesem Spiel findet ihr hier.

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