Jetzt mal ehrlich: Für einen Gamer gibt es doch eigentlich nichts amüsanteres, als einen Nerd zu spielen, der mit Laserpistolen und Raketen um sich schmeißt und das alles nur um eine Unterhose zu finden.

Im Groben und Ganzen beschreibt das schon den Spielinhalt, aber natürlich steckt da noch viel mehr dahinter.

Das Spiel Tiny and Big: Grandpa’s Leftovers (Herausgeber: Black Pants Studio) hat mir eine wahnsinns Freude bereitet, da es mal wieder ein schönes, kleines Spiel ist was mit Humor kaum zu übertreffen ist und auch vom Gameplay genau das ist, was ich mir unter einem Indie/Puzzle Game vorstelle.

Mal abgesehen davon, das die Story die dahinter steckt schon total genial ist (Ich meine: Hallo! Man muss eine Unterhose finden! Voll krass!), hätten die Entwickler des Spiels die dafür vorgesehenen Figuren nicht besser designen können.

Das Spiel

Kommen wir also mal zum Spiel selbst: Man startet als die kleine Figur Tiny, die nerdiger wohl kaum aussehen könnte und muss mit dieser erst mal sein ganzes Hab&Gut wieder zusammen klamüsern. Darunter zählt, neben einem Radio das einem ab und an Tipps gibt, die meiste Zeit aber nur gute Musik spiet, noch eine Laserpistole, mit der man so ziemlich alles in zwei Teile teilen kann, eine Raketenpistole und eine Pistole mit einem Enterhaken. So sieht die Ausrüstung unseres kleinen Freundes aus mit der wir die Unterhose von dem bösen Schurken Big zurück erobern wollen.

Würde man stumpf dieses Spiel durch spielen als eine Art Speed-Run, hat man recht wenig vom Gameplay selbst, denn dieses Spiel bietet neben der nicht weniger kniffligen Hauptstory auch einige versteckte Secrets, die nicht selten absolut schwierig versteckt sind und noch schwieriger zu erreichen sind. Allerdings wird man mit so gut jedem Secret auch belohnt, sei es nun mit einer weiteren Errungenschaft oder einer neuen Musikkassette die dein Radio während dem Spiel alle abwechselnd abspielt und nicht wenige von den Liedern ein absoluter Ohrwurm sind. Dazu kommt noch, das jedes Level irgendwo „Stones“ versteckt hat, die man finden muss um ein Level zu 100% abzuschließen und ich für meinen Teil habe in den 8 Stunden die ich das Spiel gespielt habe NICHT alle dieser Stones gefunden. Es erfordert also einen guten Riecher für gute Verstecke um wirklich alle zu finden. Nicht selten kommt es vor, dass man vor einer riesigen Felswand steht und sich diese Felsen so zurecht schneiden muss, dass man nach ganz oben kommt um dort eine versteckte Höhle zu finden, doch auch das sorgt schon dafür, dass man eventuell die 100% nicht erreicht, denn jedes Level gibt vor wie oft man schneiden „MUSS“ – jedoch „KANN“ man so oft schneiden wie man möchte. Es kam also durch aus vor, dass am Endscreen eines Levels bei „Schneiden“ eine 6/32 bei mir stand, da ich einfach viel mehr geschnibbelt habe, als es eigentlich erforderlich war. (*Hehe* macht aber auch Sau Spaß, alles zu zerschnibbeln.)

Engine

Gesteuert wird die Figur ganz einfach mit W-A-S-D und die Kamera lässt sich einfach mit der Maus bewegen. So weit – so gut. Eigentlich eine ganz normale Engine, währen da nicht noch die Laser und Raketen. Die Rakteten zum Beispiel feuert und steuert mal mit der mittleren Maustaste, lasern mit der linken und den Enterhaken mit der Rechten. (Korrigiert mich bitte falls ich etwas falsch erklärt habe. Es ist schon eine Weile er, seit ich das Spiel gespielt habe). Letztendlich, selbst wenn was falsch daran ist, kann ich sagen: Die Engine ist relativ simpel, einfach und gut im Kopf zu behalten und darauf kommt es an!

Die Bewegungen der Figur die man spielt, sind auch sehr gut auf das angepasst was man tut – ich habe eigentlich keine Bugs oder etwas dergleichen entdecken können, die zu einem „Verbuggen“ der Figur führten oder so in der Art – Was ja in Spielen nicht selten vor kommt.

Neben dem normalen Storymodus, gibt es auch im Storymodus selbst noch kleine Gimmicks, die man zusätzlich als Herausforderung sehen kann, wie zum Beispiel das vernichten kleiner Erdwürmer die ziemlich genau so aussehen wie Digda von Pokemon. Natürlich ist die größte Herausforderung allerdings wirklich alle Kassetten und Steine zu finden, was tatsächlich ziemlich schwer ist (Und ich zocke verdammt viel. Bin also geübt im spielen :P)

Fazit

Wenn jemand ein günstiges Spiel sucht, was man zwischendurch mal spielen kann und was einen eigentlich die ganze Zeit zum lachen oder nachdenken bringt, dann ist Tiny&Big genau das richtige, für jeden der Spiele liebt, die einen absolut schwarzen Humor haben oder/und zeitgleich auch noch knifflig gestaltet sind.

Ich kann dieses Spiel nur jedem empfehlen der auf der Suche nach etwas lustigem ist oder eben letzteres.

Ihr möchtet etwas zu diesem Spiel sehen? Kein Problem. Die komplette Playlist findet ihr hier:

 

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