Castlevania, Mega Man und Ghosts ‘n Goblins…

…oder wie ich Sie nenne: “der schnellste Weg rapide zu altern”

Spätestens seit Demon’s Souls und Dark Souls gibt es immer wieder Diskussionen über den heutzutage viel zu leichten Schwierigkeitsgrad in Videospielen.

 

In der 8 und 16 Bit Ära war das noch anders, da Spiele wie Altered Beast, Ghosts ‘n Goblins und ähnliche Titel oft aus der Arcade stammten. Somit boten diese Spiele ca. 30 bis 60 Minuten Gameplay und hatten einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad, damit die Automaten ständig mit neuen Münzen gefüttert wurden.

Castlevania und Mega Man haben zwar keine Wurzeln in der Arcade (diese Ableger kamen Jahre später), haben sich vom Schwierigkeitsgrad her aber sehr daran orientiert. Oft lag die Problematik in der Spieldauer. Wäre Altered Beast fair und leicht, wäre es nur 20 bis 30 Minuten lang. Durch den hohen Schwierigkeitsgrad hatte man aber Monate mit diesem „Beast“ zu kämpfen. So hatten die Entwickler mit wenig Programmier- und Kostenaufwand eine hohe Spielzeit erreicht. Bei vielen Spielen dieser Zeit haben die meisten Spieler nie den Abspann zu Gesicht bekommen!

© oldschooljunkie.com

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Castlevania! Ich liebe dieses Spiel! Der erste Teil auf dem NES war in meinen Augen bahnbrechend! Die Atmosphäre, die Musik und die Grafik waren sehr stimmig und dank dem Horrorsetting für das Jahr 1987 sehr erwachsen. Die Gegner in diesem Spiel waren niemand geringeres als die Universal-Horrorfilm-Figuren der 1930er Jahre! Neben der Mumie, Frankenstein, dem Tod höchst selbst, der Medusa und einer riesen Fledermaus stand einem am Ende Dracula gegenüber! Ich war 7 Jahre alt, als ich zum ersten Mal Castlevania gespielt habe. Eine ewige Erinnerung an ein Horrorspiel fast ein Jahrzehnt vor Resident Evil! Aufgrund der damals üblichen Grafik kam zwar keine Angst auf, aber eine unheimlich überzeugende Atmosphäre. Ich musste gegen Frankensteins Monster kämpfen und nicht gegen die Koopalinge oder Eggplant Wizard (ja, eine Aubergine als Boss!). Das war sehr beeindruckend! Das Spiel war vor allem deshalb schwer, weil Simon Belmont bei jedem Treffer in einer festen Animation zurück geschleudert wurde. Da das Spiel unglaublich viele Plattformeinlagen hatte, stürzte Simon ständig in seinen virtuellen Tod. Fliegende Gegner wie die Fledermäuse und die Medusaköpfe machten das zur unerträglichen Qual. Die Tatsache, dass der Spieler Simons Sprünge nach dem Absprung nicht mehr beeinflussen konnte und dass Simon Treppen nur ganz hoch- oder runterlaufen konnte, macht die Sache nicht einfacher.

Ich kann Castlevania für das NES jedem empfehlen, der Plattformer und klassische Horrorfilme mag. Für mich ist Castlevania trotz seiner teils unfairen Härte ein zeitloser Klassiker!

Dirk's Daddel Dungeon
Mehr zu Dirk’s Daddel Dungeon gibt’s kommenden Mittwoch!

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