Zu Dragon Age: Inquisition gab es gestern auf der E3 einiges zusehen und heute wurde ein neuer Charakter von BioWare enthüllt – Sera.

Die Inquisition findet Sera auf den Straßen von Orlais – oder genauer gesagt, findet Sera die Inquisition.

Sie ist eine Außenseiterin, eine Elfenschurkin, die Senior Writer Luke Kristjanson als „Unruhestifterin“ beschreibt. Sie bringt die Sichtweise der kleinen Leute in die Inquisition ein, derjenigen, die sich zwischen mächtigen Gruppierungen wiederfinden, während die Welt immer mehr aus den Fugen gerät.

„Sera ist frech und unbekümmert“, sagt Kristjanson. „Sie nimmt nichts ernst, was es nicht verdient hat, ernst genommen zu werden – und das gilt nicht für vieles. Sie kennt lediglich die Schattenseiten der Macht, und diese Erfahrung hat sie gelehrt, dem Hochmut der Mächtigen fast ohne jeden Respekt zu begegnen.“

Sera hatte nie zuvor jemanden „mit Macht“ gesehen, der so schnell handelte wie die Inquisition. Und nie zuvor hatte sie die Chance, sich frühzeitig zu beteiligen und dafür zu sorgen, dass die Leute auf dem Weg nach oben ihre Demut bewahren. Doch es gibt auch bedeutende Fragen – so bedeutend wie ein „Loch im Himmel“ –, auf die sie Antworten sucht. Und die Inquisition scheint dafür genau der richtige Ort zu sein.

„Was sie betrifft, sage ich immer, ‚es geht ihr nicht darum, was richtig ist, sondern um das Hier und Jetzt'“, so Kristjanson. „Irgendetwas für ein ‚höheres Ziel‘ zu tun, macht sie wütend, weil es in ihren Augen nichts anderes heißt, als, ‚lasst uns Leuten wehtun, die es nicht verdient haben, weil es so am einfachsten ist‘. Natürlich hat aber auch sie ihre Gründe, warum sie anderen hilft. Wer nett zu den Wehrlosen ist, wird immer Freunde haben. Und Freunde sind besser als Macht.“

Kristjanson hat während seiner 18 Jahre bei BioWare viele denkwürdige Charaktere für nahezu alle Titel von BioWare – von Baldur’s Gate bis hin zu Inquisition – geschrieben. Es ist jedes Mal etwas anderes, macht aber seinen Worten zufolge immer Spaß.

„Sera ist ungeschliffen und aufrichtig“, sagt Kristjanson. „Ich habe schon jede Menge Charaktere geschrieben, die klüger waren, als ihnen guttat. Sera musste ihre Überzeugungen nie auf die Probe stellen und bringt deshalb ein erfrischendes Maß an bissiger, ehrlicher Erkenntnis mit. Ich hatte vor allem mit ihrer Stimme richtig viel Spaß. Ihre Sprecherin hat sie von Beginn an voll getroffen. Sie war von den ersten Testaufnahmen an Sera. Ihr Lachen ist fantastisch.“

Da das Schicksal von Thedas in der Schwebe hängt und der Druck von allen Seiten zunimmt, wird Sera mit ihrer leichtsinnigen Unbekümmertheit nicht jedes Gruppenmitglied, an dessen Seite sie kämpft, für sich gewinnen.

„Sera mag Leute, die etwas versuchen (selbst wenn sie scheitern), und ist misstrauisch gegenüber allen, die so viel Macht besitzen, dass sie keine Veranlassung mehr dazu haben“, so Kristjanson. „Es gibt Leute, die sie liebt, Leute, die sie hasst, und Leute, bei denen sie es liebt, sie zu hassen. Dadurch zieht sie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gruppe eine Grenze.“

Um es kurz zu machen: Sera sagt, was sie denkt.

„Sie macht kein Geheimnis aus ihren Gefühlen“, sagt Kristjanson. „Ich glaube, das könnte sie auch gar nicht – selbst wenn sie es versuchen würde.“

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