Neben Headup Games neuestem Abenteuer „The Inner World“ bringt der deutsche Publisher nun ihr zweites Point-’n‘-Click Adventure in diesem Jahr auf den Markt. ThreeWarriors durfte das Kickstarter finanzierte Projekt vor dem offiziellen Release für euch ausprobieren.

 

 

Ein langer Weg steht bevor, Lilly

In Lilly Looking Through geht es um ein kleines Mädchen, dass sich auf ihr ganz eigenes kleines Abenteuer begibt. Lilly trägt einen dunkelroten Pullover, mittellange schwarze Haare und und lässt sich von keiner Gefahr abschrecken. Sie ist neuigierig auf das, was sie in der weiten Welt erwartet und stürtzt sich dabei in viele kleine und große Rätsel, die es gilt zu lösen. Lilly ist es egal wie sie es anstellt ihre Herausforderungen zu meistern. Bei ihrem Weg ist sie allerdings auf die Hilfe des Spielers angewiesen, der ihr den richtigen Weg weist. Ihr eigentlicher Abenteuerstart beginnt nachdem Lilly, nahe ihrem Zuhause, einen vertrauten Menschen durch den starken Wind verliert. Um wen es sich bei dieser Person handelt bleibt vorerst unklar. Aber eines steht fest, der kleine Junge liegt ihr wirklich am Herzen.

indiegames_indiestatik_lillylookingthrough9Lilly macht sich augenblicklich auf die Suche nach dem in blau gekleideten Knirps und steht vor jeder menge Problemen. Ob große Kugeln die ihr die Weg versperren, Luftblasen die sie zum Überwinden von Wäden anpassen muss oder einfach das Pflanzen eines Baumes an der richtigen stelle. Kein Rätsel bleibt dem kleinen Mädchen verborgen. Unterstützt wird Lilly bei der Absolvierung den kleinen Jungen zu retten von einer magischen Brille. Lilly kann zu jeder Zeit die brille aufsetzen und landet, wie durch Zauberei, am gleichen Ort in der Vergangenheit. Lilliy versucht dabei die besagte Zeit mit der Gegenwart zu verbinden um so ihren Weg besser und einfacher zu bestreiten.

 

Der richtige Klick ist nötig

indiegames_indiestatik_lillylookingthrough8Lilly Looking Through ist ein typisches, lineares Point-’n‘-Click Adventure, dass sich mit einfachen Klicks auf Gegenstände oder Bereich steuern lässt. Dem Spieler ist es dabei möglich Objekte zu kombinieren, Lilly an verschiedene Orte zu schicken oder Mechaniken zu bedienen. Externe Gegenstände kann der Spieler so selber platzieren und somit Lilly helfen. Andere Dinge macht Lilly selber, indem der Spieler ihr die nötigen Befehle gibt. Meist gibt es nur eine Möglichkeit Rätsel zu absolvieren. Scheitert der Spieler jedoch am Rätsel, so ist es ihm möglich über die Hilfe-Funktion Klick-Hilfen zu erlangen. Das Spiel zeigt so an, welche Schritte als nächstes ausgeführt werden können. Der Spieler muss nurnoch entscheiden wie und in welcher Reihenfolge. Echte Adventure-Profis werden diese Mechanik allerdings nicht benötigen.

Die Rätsel in Lilly Looking Through sind teils simpel und teil komplex aufgebaut. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und dem nötigen Gehirnschmalz lassen sich anfängliche Rätsel leicht lösen. Erschwert wird das Lösen von Rätsel durch den Zeitenwechsel, der sich über die Zauberbrille auslösen lässt. Dabei verändert sich die Kulisse in die Vergangenheit oder Gegenwart und Lilly kann Einfluss auf bereits geschehene Dinge nehmen, die die andere Zeit jeweils verändert. So kann Lilly beispielsweise in der Vergangenheit einen Baum pflanzen, den sie in der Gegenwart zum überwinden einer Schlucht benutzen kann.

 

Mit dem Pinsel gezeichnet

indiegames_indiestatik_lillylookingthrough6Grafisch ist Lilly Looking Through ein echter Hingucker. Schön gezeichnete Kulissen, tolle Hauptcharaktere und eine enorme Athmosphere bieten sich direkt zu Anfang dem Spieler. Je nach aktueller Brillenzeit scheint die mehrdimensionalen, jedoch flachen, Grafiken in den verschiedensten Stielrichtungen. Die Vergangenheit wirkt dabei freundlich, grün und voller Natur. In der Gegenwart wird klar, dass sich einiges verändert hat. Die Gegenden wirken verblüht, trist und zeigen den direkten Vergleich zwischen schöner Vergangenheit und der aktuellen Gegenwart in der sich Lilly befindet.

Je nach Einfluss verändert Lilly die Umgebung und passt sie sich zu ihren Gunsten an. Objekte werden dabei oft Dreidimensional und erweitern die Möglichkeiten des Spielers. Unterstützt wird die grafische Athomsphere durch eine geringe Eigenvertonung. Lilly sagt zwar kaum etwas, ihr zarte Stimme kann jeden Spieler aber direkt auf ihre Seite ziehen. Neben der Vertonung spielt auch die musikalische Unterlegung eine Rolle. Das Spiel ist gespickt von leichten Klängen bis hin zu imposanten Melodien. Je nach aktueller Situation setzt die Musik so klare Akzente.

 

Lilly macht ihr Ding!

Durch die vorerst veröffentlichte Previewversion können wir nach aktuellem Stand keine Review, Bewertung oder gar ein Fazit abgeben. Wir sind jedenfalls gespannt auf das fertige Spiel und freuen uns auf Lillys Abenteuer. Fans von Point-’n‘-Click Adventures sollten in jedem Fall die Augen offen halten!

Lilly Looking Through erscheint am 31.10.2013 für den PC, MAC und Linux. Das Adventure Game erscheint durch den Publisher Headup Games, wird von Geeta Games produziert und wurde durch das Ehepaar Hoogendyk (Jessica und Steve) initiiert, die bereits bei Produktionen wie „Harry Potter“, „Alice im Wunderland“ und die „Chroniken von Narnia“ beteiligt waren.

Über den Autor

2009 habe ich mit und für euch PlayCrits gegründet. Seither informieren wir über die Welt der modernen Videospiele. Von mir gibt’s dabei die Portion Action, Online und Roleplay. Allerdings nur auf dem PC. Sorry, Masterrace.

Ähnliche Beiträge